„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2018

Das Schiff hat Schlagseite, die Leichtmatrosen sind von Bord – jetzt müssen die Männer mit den Bärten ran.

Verehrte Investoren,

Das Schiff hat Schlagseite, die Leichtmatrosen sind von Bord – jetzt müssen die Männer mit den Bärten ran.“
Otto Rehagel

betrachten Sie folgende Grafik, welche die Staatsverschuldungsquote Italiens aufzeigt1:

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am 28.11.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2018

Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv, als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten.

Verehrte Investoren,

Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv, als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten.“1
Immanuel Kant

Als KISS (über 100 Millionen weltweit verkaufte Alben) anlässlich des 35-jährigen Bühnenjubiläums ihre Welttournee ankündigten, ahnte (wohl) niemand, welches ereignisreiche Jahr auf uns warten würde. Vor zehn Jahren, das Jahr 2008: die Vorratsdatenspeicherung tritt in Kraft, Fidel Castro tritt ab, Barrack Obama gewinnt, Andrea Ypsilanti gewinnt und tritt doch ab, die CSU verliert erstmals seit 1962 die Mehrheit im bayrischen Landtag - und am 05. Oktober 2008, einem Sonntag wohlgemerkt, treten zwei Personen vor die Presse zu einer improvisierten, eilig einberufenen Pressekonferenz: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein“ wird die eine, Angela Merkel, sagen und der andere, Peer Steinbrück, wird ergänzen, es ginge nun darum ein Signal zu senden, „damit es zu einer Beruhigung kommt und nicht zu Reaktionen, die unverhältnismäßig wären“.

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am 25.10.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2018

Verehrte Investoren,

Wir wissen erst, was auf dem Spiel steht, wenn wir wissen, dass es auf dem Spiel steht.“1
Hans Jonas

Heute vor sieben (!) Jahren, am 6. September 2011 stieg der Goldpreis in New York auf ein Allzeithoch von 1920,65 US-Dollar pro Feinunze. Viele Investoren kauften seinerzeit Gold und vertrauten auf Prognosen, die gar „in den nächsten Jahren Goldpreise von 5.000 – 7.000 US-Dollar“ vorherzusagen vermochten. Das war seinerzeit keine (!) Exotenmeinung: von 133 Analysten, die im Schnitt einen Goldpreis bei 2.500 USD in den kommenden Jahren prophezeiten, sahen 90 (!) ein Erreichen von mindestens 5.000 USD. Prognosen von Analysten waren, sind und bleiben – bei allem gebotenen Respekt – ein sehr prozyklisches Unterfangen. Wir indessen veroptionierten unseren Gold-Bestand im Portfolio im Berichtsmonat ein weiteres Mal und generieren damit eine Rendite von 2,2% in knapp zwei Monaten.

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am 07.09.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2018

Verehrte Investoren,

„Meine Mutter brachte Zwillinge zur Welt: mich und die Angst.“1
Thomas Hobbes

Als Thomas Hobbes im Jahr 1588 geboren wurde, kämpfte die legendäre spanische Armada gerade vor England, um die Insel zu erobern. 130 Schiffe, mehrere Kilometer breit nebeneinander, 7000 Seeleute. Deutlich weniger als die vom spanischen König erhofften 510 Schiffe, doch trotzdem die größte Flotte aus Segelschiffen, die Europa bis dahin gesehen hatte. England unter Königin Elisabeth war nicht ansatzweise in der Lage, ein vergleichbares Rüstungsprogramm aufzulegen. Die ökonomische Macht Spaniens war um ein Vielfaches größer als die von England. Als die Armada in besagtem Juli vor 430 Jahren vor der Küste Südenglands auftauchte, hatte sie das Überraschungsmoment inne: die Armada hatte die Engländer überrascht. Ihr Anführer, der Marqués de Santa Cruz, hatte keinerlei Erfahrung in der Führung einer Flotte, sondern war ein ausgezeichneter Verwalter an Land gewesen. Er nutzte seine Chance nicht, sondern hielt sich an den ursprünglichen Plan. Die Armada fuhr – zur riesigen Freude und Überraschung der Engländer - nach Osten weiter, wo sie sich mit einer anderen Truppe vereinen sollte. Nicht nur, dass diese Einheit nicht vor Ort war. Nein, die eigentlich deutlich unterlegenen Engländer nutzten nun ihrerseits die Chance, die Armada unter Druck zu setzen, die letztlich daraufhin sogar zurücksegeln musste. Kairos hatte einmal mehr der Geschichte seinen Stempel aufgedrückt.

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am 21.08.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2018

Verehrte Investoren,

 „Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt. Sie ist die messbare Seite der Welt.“
Martin Seel

Der berühmte Marshmallow-Test (den wir, wie Sie wissen, mit unseren Investments immer bestehen) wurde einer neuen Prüfung unterzogen – und zum Teil widerlegt. Es wäre auch zu schön gewesen, anhand eines kleinen Testes die künftige Entwicklung seiner Sprösslinge abzuleiten. Wie an der Börse, so auch in der Erziehung, scheint zu gelten: es gibt eben doch keine Monokausalitäten, sondern immer nur ein komplexes Geflecht aus Ursachen und Wirkungen, sobald „die“ Psychologie ins Spiel kommt. Das ist umso schwieriger, als das unser Gehirn dennoch auf einfache „wenn-dann-Bedingungen“ angelegt ist, das heißt sie sehen und finden will. Solche Monokausalitäten bieten Zahlen.

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am 16.07.2018


Prämienvolumen des Nordlux Strategie steigt auf über 8 Prozent

Nordlux Strategie: Die Zeit zum Einstieg ist günstig

Während dem DAX in den vergangenen Tagen die Puste ausging, stieg sein Volatilitätsindex naturgemäß an. Am Donnerstag lief der Deutsche Aktienindex auf Jahressicht über 6 Prozent ins Minus, während sein "Angstbarometer" die Marke von 20 Punkten knackte. Diesen Anstieg der Volatilität nutzte das Fondsmanagement des Nordlux Strategie für seine Anleger und erhöhte sein Engagement: das aktuelle Prämienvolumen, welches über die nächsten Monate vereinnahmt wird, liegt aktuell bei knapp unter 9 Prozent.

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am 28.06.2018


Zurück zur Normalität?

Vom Novum zurück zur Normalität

Erstmals seit Einführung der beiden Volatilitätsindizes nach neuer Berechnung (2004 bzw. 2005) notierte der amerikanische VIX dauerhaft signifikant höher als der europäische VSTOXX. Von Mitte März bis Mitte Mai lag das amerikanische "Angstbarometer" über seinem europäischen Pendant. Seitdem zeigen die beiden Schwankungsindikatoren wieder ihr altes, gewohntes Bild. Als global agierender Fonds, war es dem Nordlux Strategie möglich, innerhalb beider Phasen das jeweils attraktivere Vola-Niveau zur Prämiengenerierung für seine Anleger zu nutzen. Grundsätzlich gilt: Die Zeiten historisch niedriger Volatilität, mit Niveaus unterhalb der 10-Punkte-Grenze, scheinen für das Erste passé zu sein. Ob der "Normalzustand" von Dauer ist, oder das Novum zur neuen Normalität wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

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am 15.06.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2018

Verehrte Investoren,

 „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“
Erich Kästner

Die Dividendenrendite von US-Aktien liegt – erstmals seit kurz vor dem Lehman-Kollaps 2008 – niedriger als die Rendite von zweijährigen US-Staatsanleihen. Der Renditeabstand von diesen wiederum zu zehnjährigen US-Staatsanleihen hat sich auch im Mai weiter eingeengt und ist so tief, wie seit über zehn Jahren nicht mehr: 

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am 07.06.2018


Zurück zur Normalität – Das Comeback der Volatilität an den internationalen Aktienmärkten

Volatilität nutzen. Rendite verstetigen. Marktrisiken reduzieren.

Im Rückblick auf das Kalenderjahr 2017 lässt sich ohne Zweifel konstatieren, dass sich die traditionellen internationalen Aktienmärkte in einem historisch niedrigen Volatilitätsumfeld bewegten und flächendeckend rückläufige implizite Volatilitäten in allen Laufzeitbändern zu beobachten waren. Den Blick auf den US-Markt und die Häufigkeitsverteilung des CBOE Volatility Index (VIX) gerichtet, welcher die erwartete Schwankungsbreite des S&P500 der nächsten 30 Tage ausdrückt und am 13. April sein 25-jähriges Jubiläum markierte, geht das Kalenderjahr 2017 (siehe Abbildung 1, rotes Histogramm) als ein historisches Low-Vola-Jahr in die jüngere Geschichte ein. So lag der Medianwert des VIX in 2017 bei nur 10,85 im Vergleich zum längerfristigen Median von 13,74 seit 2013.

Abbildung 1: Häufigkeitsdiagramm CBOE Volatility Index (VIX) 2017 (rot), seit 31.12.2012 (schwarz) auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg
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am 22.05.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2018

Verehrte Investoren,

 „Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, dass sich vieles ändern lässt, bloß nicht der Mensch.“
Karl Marx

Als Karl Marx vor 200 Jahren in der ältesten Stadt Deutschlands geboren wurde, lag der Zins für amerikanische Zinspapiere noch bei - für heutige Verhältnisse begehrenswerten - sieben Prozent – wo er auch (wenn auch natürlich unter deutlichen Schwankungen) einhundert Jahre später stand. Seinerzeit bewegten sich die Zinsen noch in kürzerfristigeren Zyklen: „Trendwechsel“ dauerten Jahre anstatt – wie seit den 1950er-Jahren - mehrere Dekaden. 

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am 18.05.2018


Regimewechsel in der Volatilität: Vereinigte Staaten überholen Europa

Nordlux Strategie nutzt erhöhte Prämien am US-Markt


Bisher galten die europäischen Aktienmärkte immer als strukturell schwankungsanfälliger als ihr US-amerikanisches Pendant. Sowohl die reine Größe als auch der starke Einfluss des Auslandskapitals auf die europäischen Aktienwerte dienten dabei als gerne angeführte Argumente. Erstmals seit der Einführung der beiden Volatilitätsindizes nach neuer Berechnung (2004 bzw. 2005) notiert der amerikanische VIX über längere Zeit signifikant höher als der europäische VSTOXX. Seit März liegt das amerikanische "Angstbarometer" dauerhaft über seinem europäischen Abbild. Die Zeiten historisch niedriger Volatilität, mit Niveaus unterhalb der 10-Punkte-Grenze, scheinen damit für das Erste vorbei.

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am 09.05.2018


Die Zeit ist reif: 2% Prämie für die nächsten 2 Monate

Nordlux Strategie: Konsequenz zahlt sich aus

Nach dem extremen Anstieg des US-Volatilitätsindizes (VIX) zu Beginn des Monats Februar auf über 37 Punkte (s. Grafik) tendierte das amerikanische "Angstbarometer" zuletzt um die 20er-Marke (+/- 5 Punkte). Der Nordlux Strategie nutzte die damit einhergehende Gelegenheit, ein höheres Prämienniveau zu realisieren (wir berichteten), und sicherte seinen Anlegern auf Sicht der nächsten zwei Monate zusätzliche 2%, die nun Tag für Tag und Schritt für Schritt vereinnahmt werden. Im Hinblick auf den Zeitraum bis Ende des Jahres führt der Nordlux-Volatilitätsfonds bereits jetzt schon ein Prämienvolumen von insgesamt 5 Prozent - weitere Opportunitäten zu attraktiven Volatilitätsniveaus, die im Laufe des Jahres 2018 warten, noch nicht inbegriffen.

 

Grafik | Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung, Netto-Wertentwicklung, 11.02.2016-25.04.2018

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am 26.04.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat März 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat März 2018

Verehrte Investoren,

 „Der größte Feind des Wissens ist nicht Ignoranz, sondern die Illusion, wissend zu sein.“
Stephen W. Hawking

haben Sie Ihrem Auto einen „Namen“ gegeben, also nicht die offizielle Fahrzeug-Bezeichnung des Herstellers, sondern einen eigenen Namen? Ihrem Mobiltelefon vielleicht oder einem sonstigen Gegenstand?

In der Meteorologie begann man während des 2. Weltkrieges, (zunächst weibliche) Vornamen in alphabetischer Reihenfolge für Taifune und Hurrikane zu vergeben. Nachdem „Irma“ im letzten Jahr einige Herausforderungen bereithielt, steht ab Anfang Juni die nächste Hurrikane-Saison an. Zwar war der gesamte Cat-Bond Markt in 2017 gemessen an der jüngeren Historie (seit 2000) mit überdurchschnittlichen Versicherungsschäden konfrontiert  jedoch blieb die Ausfallrate signifikant unter den Modellerwartungen der großen Rückversicherer zurück.

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am 11.04.2018


Prämienplus von 5 Prozent wird vereinnahmt

Nordlux Strategie: Sicherheitsnetz hält und Prämienplus von 5 Prozent

Der DAX gab seit Beginn des Jahres mehr als 7 Prozent nach. Die Volatilität, die zeitweise in einem Korridor historischer Tiefstände rangierte, ist zurück. Innerhalb unseres konservativen Total-Return-Volatilitätsfonds nutzten wir die rückkehrende Schwankung, um stetig Erträge für unsere Anleger zu realisieren. Für die nächsten 100 Tage steht ein zu vereinnahmendes Prämienplus von 5 Prozent in den Büchern des Nordlux Strategie.

Gleichzeitig hielt das Sicherheitsnetz des Nordlux Strategie, weshalb die englischsprachige Ausgabe des CityWire Selector unseren Volatilitätsfonds aufgriff, um auf den günstigen Einstiegsmoment hinzuweisen: „Why it’s time to buy volatility trading funds“

Zudem nahm Fundspec das Fondsmanagement der Nordlux unter die Lupe und lud zum Interview: „Wir sind für unsere Partner und Anleger auch vor Ort greifbar - dieser direkte Kontakt ist uns extrem wichtig“

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am 23.03.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Februar 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Februar 2018

Verehrte Investoren,

 „Vielheit sollte niemals ohne Notwendigkeit gesetzt werden.“
William von Ockham

„Ockhams Rasiermesser“, nachdem - wie das Zitat andeutet - bei der Entwicklung von Theorien und Erklärungen allerhöchste Sparsamkeit walten gelassen werden sollte, ist prinzipiell ein anstrebbares Ideal – warum Dinge komplexer machen, als sie sind?

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am 13.03.2018


Volatilität zurück - 6,5% Prämienvolumen gesichert

Nordlux Strategie - Sehen Sie die Volatilität mit anderen Augen!

Zunächst die beruhigende Nachricht: Auch in der jüngsten Korrekturphase hielt das Sicherheitsnetz des Nordlux Strategie (siehe untere Grafik) dem verregneten Börsenwetter stand. Die ergänzend frohe Botschaft: Obschon der VDAX-NEW (das "Angstbarometer" bzw. der "Stimmungsindikator" des DAX) nicht in den gleichen Dimensionen anzog wie sein US-Pendant (VIX), wurden die erhöhten Niveaus genutzt, um ein Prämienvolumen von über 6,5% für die Anleger des Nordlux Strategie zu sichern. Die Erträge aus dem Volatilitätshandel werden in den kommenden Tagen und Wochen stückweise für die Fondsinvestoren vereinnahmt.

Ändern Sie Ihren Blick auf die Volatilität und sehen Sie die Schwankung mit anderen Augen! 
Wir haben für Sie die Volatilität an Hand des VDAX-NEW in einem interaktiven 3D-Modell greifbar gestaltet.

Daten:
Eigene Erstellung
y-Achse: 1.1.2015 - 14.2.2018 (Zeitraum)
x-Achse: 1-24 Monate (Laufzeit der Option)
z-Achse: Kursniveau

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am 23.02.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Januar 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Januar 2018

Verehrte Investoren,

 „Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.“
René Descartes

erinnern Sie sich, als „Paul aus Oberhausen“ im Jahr 2010 bei der Weltmeisterschaft alle sieben Spiele der deutschen Nationalmannschaft korrekt „voraussagte“? Paul war ein Krake (ja, es heißt tatsächlich der Krake). Die Achtarmer besitzen weder Innen- noch Außenskelett und keine Wirbelsäule, dafür aber drei Herzen – genau genommen ein Haupt- und zwei Nebenherzen. Nach – in diesem Fall eigentlich unangemessenen - menschlichen Maßstäben sind sie als sehr intelligent zu bezeichnen. Das liegt z.B. an ihrer Haut, mit der sie auch „sehen“, also präzise Helligkeitsgrade unterscheiden (sowie sich grandios tarnen) können und daran, dass sie (nach menschlicher Lesart) neun Gehirne haben.

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am 05.02.2018


Aktuelle Transaktion: Aktuelle Transaktion: Sicherheitsnetz hält / Volasprung genutzt

Aktuelle Transaktion: Sicherheitsnetz hält / Volasprung genutzt

Innerhalb der letzten fünf Handelstage setzte die implizite Volatilität zum Sprung an: Während der Volatilitätsindex des DAX (VDAX New) um stolze 35 Prozent stieg, kletterte sein europäisches Pendant zum EURO STOXX 50, der VSTOXX, um 37 Prozent. 

Auf das implementierte Sicherheitsnetz des NORD/LB Horizont, der im ersten Monat des neuen Jahres einen Wertzuwachs von 0,87 Prozent für seine Anleger realisierte, ist beim aktuell rauen Aktienklima Verlass. Drei fixierte Bänder unseres Sicherungsmechanismus, der auf Indexfutures basiert, lösten aus. Daneben trennten wir uns von Aktienpositionen und implementierten gleichzeitig antizyklisch eine neue (Deep)-Discountstrategie. Zur weiteren Diversifizierung unseres Portfolios trugen erste Positionen in inflationsgeschützte US-Anleihen bei.

Auch unserem Nordlux Strategie glückte der Start ins neue Jahr. Unser Volatilitätsprämienfonds erwirtschaftete für seine Investoren im Januar eine Performance von 1,33 Prozent. Die Marktrisiken, der den Optionsstrategien zugrunde liegenden Basiswerte, wurden unter Verwendung von Indexfutures eingegrenzt und abgesichert. Da wir aktuell keine fundamentalen makroökonomischen Störfeuer erkennen, nutzen wir den Anstieg der Marktschwankung, um unser Prämienvolumen durch den erneuten Verkauf von Volatilität zu steigern. Daneben realisierten wir Prämiengewinne auf Seiten der Covered Call Strategien, ermöglicht durch rückläufige Rückkaufwerte.

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am 02.02.2018


Video: Aktien mit Airbag

Aktienähnliche Rendite, bei halber Volatilität

Wie diese beiden Ziele miteinander zu vereinbaren sind, erläuterte Nordlux Fondsmanager Florian P. Konz im Rahmen seines Vortrags "Aktien mit Airbag" auf dem Fondsprofessionell Kongress in Mannheim. Die zugehörige Broschüre steht für Sie ab sofort im pdf-Format unter folgendem Link "Aktien mit Airbag" zum Abruf bereit. Einen Mitschnitt des Vortrags finden Sie hier: Fondskongress 2018 - Florian P. Konz zum Nordlux Strategie

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am 01.02.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember 2017

Verehrte Investoren,

 "Hoffnung hat als einen Boden, der sie besonders gut gedeihen lässt: Unzufriedenheit!“
Ernst Bloch

vielleicht haben Sie sich für das neue Jahr einige Vorsätze vorgenommen. Vielleicht auch nicht. So oder so: eine zentrale Triebfeder für Ihre Handlungen ist sicher (gefühlte) Unzufriedenheit. „Und aktiv werdende Unzufriedenheit kann rebellisch sein, mit einer Hoffnung auf etwas und gegen etwas, in dem man sich jetzt durch eigene Schuld, eigene Unmündigkeit, oder durch Unterdrückung befindet", wie Ernst Bloch schreibt. Für ihn ist die Unzufriedenheit sogar die wertvollste Eigenschaft des Menschen, denn aus ihr resultiert des Menschen Streben nach Verbesserung. Sie ist sein Antrieb etwas zu verwirklichen, was noch nicht ist. In ihr liegt ein Entwurf zur Gestaltung der Zukunft.

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am 08.01.2018


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2017

Verehrte Investoren,

 „Vergiss nicht, dies sind die Jahre
   Wo es nicht gilt zu siegen, sondern
   Die Niederlage zu erfechten.“
                                    Bertold Brecht

Seit den 1930er Jahren ist der amerikanische S&P 500-Index um über 7,1% p.a. gestiegen. Der DAX kommt seit seiner Auflage am 31. Dezember 1987 sogar auf eine Rendite von über 9% p.a. – beides im Durchschnitt, wohlgemerkt, aber dennoch. Eine Investition in den DAX bei seiner Auflage (zu 1.000 Punkten) hätte tatsächlich eine Rendite von über 1.200,00% erwirtschaftet. Also wäre es – gerade mit Blick auf das gegenwärtige, immer wieder referierte Börsennarrativ, nach dem Aktien in Ermangelung von Zinsen „alternativlos“ seien – für informierte Anleger eine plausible Überlegung, ihr Kapital in Aktien zu investieren. 

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am 18.12.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2017

Verehrte Investoren,

 „An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“ Charlie Chaplin

wahrscheinlich werden Sie folgender Aussage zustimmen: „Es ist wichtig, seine Aufmerksamkeit zu lenken.“ Dazu gehört – selbstredend? – ein stark kontrollierter Medienkonsum. Nur wer dies erreicht, kann fokussiert agieren. Sind Sie fokussiert? Dazu eine kleine Übung (39 Sekunden lang): Unterbrechen Sie die Lektüre unseres Berichts und absolvieren Sie nachfolgenden, sehr kurzen Test. Sonst nichts, also kein Outlook, kein Telefon etc.. Die Test-Frage lautet: wie viele Würfe von Personen in weißer Bekleidung zählen Sie

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am 08.11.2017


Citywire: Woher stammt die Rendite?

Citywire: Woher stammt die Rendite?

Ein Blick auf den Gradmesser der am Markt vorherrschenden Nervosität zeigt, die täglichen Marktbewegungen werden stetig enger - Tiefenentspannung hat sich auf dem Börsenparkett breitgemacht. Trotzdem sorgten mehrheitlich von politischen Ereignissen initiierte Schwankungsspitzen innerhalb der letzten zwölf Monate dafür, dass es auch im Bereich der Vereinnahmung von Optionsprämien durchaus verwertbare Marktsituationen gab. Während der Sektor im 1-Jahreszeitraum im Schnitt 1,28% Rendite generierte, schafften es die Fondsmanager des Nordlux Strategie über 13% für ihre Anleger zu realisieren. Citywire-Redakteurin Terri-Ann Williams lud die beiden Nordlux-Portfoliomanager zum Gespräch über attraktive Gelegenheiten der Vergangenheit, den Ansatz des Strategiefonds und dessen aktuelle Allokation: Spikes, shorts & strangles: top vol managers’ best calls (by Terri-Ann Williams, Citywire)

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am 31.10.2017


Lesenswert: Die FANG-Aktien und Einigkeit und Recht und Freiheit

Lesenswert: Die FANG-Aktien und Einigkeit und Recht und Freiheit

Nachdem Anfang des Monats das Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL" den Titel "Die unheimliche Macht" wählte, um Kritik an der besonderen Finanzierungsstruktur des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu üben, zieht das Handelsblatt in der aktuellen Wochenendausgabe unter Verwendung desselben Covertitels nach. Das Wirtschaftsblatt des Holtzbrinck-Konzerns nutzt die Schlagzeile allerdings zur Analyse der Geschäftsgrundlage der meisten FANG-Unternehmen, kurz: Das Geschäft mit Nutzerdaten. Das Internet, von seinen Gründervätern idealistisch als Ort der vollkommenen Freiheit, an dem alles für jeden möglich schien, deklariert, befindet sich heute fest in der Hand von US-Wirtschaftsgiganten. Diese Internetriesen navigieren die Nutzermassen gezielt durch die digitale Welt, sammeln krakenhaft Daten der Anwender und verkaufen die gewonnenen Informationen. In Deutschland liegt der Marktanteil der Suchmaschine Google bei 94,52%. Süffisant stellt das Handelsblatt fest: "Wer bei relevanten Suchbegriffen nicht auf der ersten Seite der Google-Ergebnisse auftaucht, existiert faktisch nicht im Netz." Die Macht, die in den Händen des Datenimperiums liegt, erweitert sich (fast) ungebremst. Die Politik zeigt sich überfordert. Ein erster Schritt, das von der EU eingeführte Gesetz zum "Recht auf Vergessen", stellte sich als Rohrkrepierer heraus. Die Geeignetheit des Maaschen Netzwerkdurchsuchungsgesetzes muss sich noch erweisen. Die Mühlen des Gesetzgebers wirken angesichts einer rasanten Entwicklung seitens der Internetwirtschaft wie gelähmt - das Internet als Ort (fast) ohne Recht? Viele kostenlose Dienstleistungen im Internet sind im herkömmlichen Sinne nicht als "gratis" zu verstehen - wir bezahlen diese nicht in harter Währung sondern mit persönlichen Informationen, die wir bereitwillig preisgeben.

Der Handelsblatt-Artikel gibt einen interessanten Blick auf den Status quo hinsichtlich des Geschäfts mit unseren Daten. Deshalb ist er unser Lesetipp für das Wochenende.

Übrigens herrscht unter Analysten in Bezug auf Facebook, Amazon, Apple und Google seltene Einigkeit. Dabei hat sich die Zahl der Verkaufsempfehlungen seit Juni verdoppelt! Immerhin vier von 177 Analysen kommen zu dem Schluss, die Werte seien zu veräußern.

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am 29.10.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2017

Verehrte Investoren,

 „Die starke Hoffnung ist ein viel größeres Stimulans des Lebens, als irgendein einzelnes wirklich eintretendes Glück.“ Friedrich Nietzsche 

als Prometheus einst den Göttern das Feuer stahl, um es den Menschen zu bringen, wurde er von seinem Vater Zeus sehr hart bestraft: er wurde an einen Felsen festgeschmiedet (!), wo ihn jeden Tag aufs Neue ein Adler heimsuchte, um seine Leber zu fressen. Viel schlimmer wurden aber – vielleicht – die Menschen bestraft: Ihnen schickte Zeus die zwar aus Lehm geschaffene, jedoch menschlich aussehende, verführerische Pandora mitsamt der berühmten Büchse, die – so Zeus‘ Warnung - unter allen Umständen verschlossen bleiben sollte. Pandora öffnete sie jedoch, sodass alle Übel und Krankheiten aus ihr entströmten und seither die Menschheit plagen. Pandora hatte die Wahl – und entschied sich, entgegen den guten Ratschlägen zu handeln.

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am 05.10.2017


Aktuelle Transaktion: Volarückgang ermöglicht Prämienmitnahme

Volarückgang ermöglicht Prämienmitnahme

Ein Blick zurück in den Juni diesen Jahres: Innerhalb des Sommermonats stürzt der DAX binnen elf Tagen von knapp 12.900 Punkten auf ein Niveau gefährlich nahe der Marke von 12.300 Indexzählern. Als natürliche Folge dieser Kursentwicklung steigt die implizite Volatilität sprunghaft an. Der damals verkaufte Put auf den DAX mit Ausübungszeitpunkt Dezember 2017 erbrachte eine Prämie von 308,46 EUR je Kontrakt. Diese Position hat das Fondsmanagement zu 116,30 EUR geschlossen. Die vereinnahmte Gesamtprämie für die Anleger des NORD/LB Horizont beträgt 192,16 EUR pro Kontrakt. 

Exkurs: Investitionen in Volatilität als Anlageklasse

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am 19.09.2017


Auswirkungen von "Irma" auf versicherungsgebundene Anleihen im Portfolio des NORD/LB Horizont

Auswirkungen von "Irma" auf versicherungsgebundene Anleihen im Portfolio des NORD/LB Horizont

Aktuell ist unser NORD/LB Horizont zu insgesamt 14 Prozent in versicherungsgebundenen Anleihen investiert, die sich auf vier Zielfondsinvestments verteilen. Im Zusammenhang mit Hurrikan "Irma" kam es im Bereich der versicherungsgebundenen Anleihen am vergangenen Freitag zu einer extremen Marktverwerfung mit erheblichen Bewertungsabschlägen in Höhe von ca. 5 bis 15 Prozent. Der gestrige Fondspreisrückgang des NORD/LB Horizont von 0,99 Prozent resultierte im Wesentlichen aus diesem Anlagensegment.

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am 13.09.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2017

Wie wir denken, was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2017

Verehrte Investoren,

"Gibt es eine Partei der Leute, die nicht sicher sind, recht zu haben? Bei der bin ich Mitglied." Albert Camus

Als Helmut Kohl am 01. Juli 1990 in einer Fernsehansprache bezogen auf die damals fünf "neuen" Bundesländer von kommenden "blühenden Landschaften" sprach, war die Bevölkerung im Antlitz der Wende von dieser Vorstellung begeistert. "Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor, dafür vielen besser", versprach Kohl seinerzeit. Wenige Jahre später war diese Euphorie vollständig verflogen.

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am 01.09.2017


Aktuelle Transaktion: Erneuter Einsatz einer Deep-Discount-Strategie

Wir nutzen die Volatilität der europäischen Märkte

Seit längerem hatte sich die Implementierung einer Deep-Discount-Strategie nicht mehr angeboten. Doch die jüngste Korrektur der europäischen Aktienmärkte, die u.a. mit geopolitischen Unruhen und dem starken Euro begründet wird, führte zu einem Anstieg der impliziten Volatilität im längeren Laufzeitenbereich (s. Grafik). Dadurch generieren wir mit gewohnt konservativem Ansatz (der Risikopuffer der Strategie beträgt 9 Prozent, die Rendite auf Endfälligkeit 4 Prozent, Laufzeit 9,5 Monate) auch im Falle einer Seitwärtsentwicklung eine attraktive Rendite für unsere Anleger.

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am 31.08.2017


Aktuelle Transaktion: Erwerb von VIX-Kontrakten nach Kursberuhigung

Wir nutzen den Schatten von Jackson Hole zur Absicherung

Noch zum Ende der vergangenen Woche berichteten wir von Gewinnmitnahmen in Höhe von 21 Prozent, nachdem wir unsere VIX-Kontrakte aufgrund des sprunghaften Anstiegs des Volatilitätsindex verkauften. Vor dem Treffen der Notenbank-Elite in der US-amerikanischen Provinz gingen die Anleger am heutigen Mittwoch in Deckung. Der Schatten der morgigen Konferenz in Jackson Hole drückte den VIX-Kurs zurück gen die Marke von 12 Punkten. 

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am 23.08.2017


Bundesbank: Reale Gesamtrendite privater Haushalte beträgt 1,9%

Bankeinlagen mit 40%-Anteil immer noch Spitzenreiter im Portfolio

Innerhalb des Monatsberichts datierend auf Oktober 2015 gab die Deutsche Bundesbank den Privatanlegern hinsichtlich ihres Sparverhaltens den wichtigen Fingerzeig, dass ausschlaggebend für die Profitabilität eines Investments nicht die Nominalrendite sondern die Realrendite sei. Eben jenem Aspekt scheint jedoch wenig Bedeutung bei Anlageentscheidungen beigemessen zu werden, da "private Haushalte auch und gerade in den letzten Jahren verstärkt in Einlagen investiert haben, obwohl deren reale Rendite – im Gegensatz zu allen anderen Anlageformen – über einen längeren Zeitraum negativ war"1.

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am 23.08.2017


Aktuelle Transaktion: Gewinnmitnahme bei Volatilitätsfutures

Kleine Marktkorrektur, große Wirkung

Die kleine Marktkorrektur, die im Falle des S&P 500 im Bereich von rund einem Prozent lag, hatte unmittelbar höhere Auswirkungen auf die Volatilitätskontrakte. Der VIX legte zwischenzeitlich um über 20 Prozent zu. Diesen sprunghaften Anstieg des Volatilitätsindex nutzte das Fondsmanagement des NORD/LB Horizont Fonds, um eine Gewinnmitnahme in Höhe von 21 Prozent zu realisieren. Anschließend wurden die Aktienpositionen des Fonds mit Aktienfutures erneut abgesichert.

Grafiken: eigene Erstellung, Daten: Bloomberg - VIX innerhalb der letzten 3 Tage

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am 18.08.2017


Günstige Absicherung: Fallende Kurse, steigende Volatilität

Günstige Absicherung: Fallende Kurse, steigende Volatilität

Der DAX fällt unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten, in gleichem Atemzug steigt die Volatilität sehr stark an: so ging die Korrektur der europäischen Börsen, von aktuell gerade mal 3,5% innerhalb der beiden letzten Tage, einher mit einem Anstieg der Volatilität (gemessen im EURO STOXX 50 Volatility Index, kurz: VSTOXX) von 12 auf 22 - also fast einer Verdopplung. Auch im US-Pendant VIX sieht das Bild beeindruckend aus, auch unter Berücksichtigung der Skalierung.

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am 11.08.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2017

Wie wir denken, was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2017

Verehrte Investoren,
 „Was hilft alle Erkenntnis, wenn die Kraft fehlt?” Theodor Storm

Seit dem Amtsantritt von Donald Trump ist der Dow Jones Index von 18.000 auf 22.000 Punkte gestiegen – worauf Donald Trump via Tweet ausdrücklich hinweist. Unseres Erachtens erliegt er damit einem Denkfehler, nämlich demjenigen zwischen Korrelationen, Koinzidenz und Kausalität nicht zu unterscheiden.

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am 03.08.2017


Das Tagesgeld-Paradoxon

Das Tagesgeld-Paradoxon

(Quelle: Süddeutsche Zeitung, http://www.sueddeutsche.de)

Knapp 15.000 EUR pro Kopf, insgesamt 1,26 Billionen EUR, horten die Bundesbürger im Schnitt auf Tagesgeldkonten. In Anbetracht der täglichen Verfügbarkeit und des niedrigen administrativen Aufwands scheint die Beliebtheit der Anlageform verständlich. Der jüngst verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wusste: "Entscheidend ist, was hinten rauskommt." Und da schlägt aktuell ein Realzinsminus von 1,33 Prozent zu Buche. Somit ist die Anlageform, die sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut, nicht in der Lage, einen Beitrag zum Vermögenserhalt beizutragen; vom Vermögensaufbau zu schweigen.

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am 28.07.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2017

Verehrte Investoren,
 „Solange die Musik spielt, muss man aufstehen und tanzen. Wir tanzen immer noch.” Charles Prince   

Als 1951 der erste Spielcomputer „Nimrod“ nach Deutschland kam, war die Aufregung groß: Zwar weigerte sich der damals schon 75-jährige Konrad Adenauer („keine Experimente“), gegen den Computer zu spielen - nicht aber sein damaliger Wirtschafsminister Ludwig Erhard. Er spielte drei Mal gegen das sogenannte „Elektronengehirn“. Obwohl das Spiel Nim denkbar einfach erscheint, verlor Erhard alle drei Spiele.

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am 11.07.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2017

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2017

Verehrte Investoren,

„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.” George Orwell

Als Jeff Gundlach unlängst auf der Ira Sohn Konferenz auftrat, zeigte der Bond-Guru das Bild „Die Nacht“ von Max Beckmann, der damit die Ernüchterung nach dem Ersten Weltkrieg zum Ausdruck brachte. Gundlach führte aus: „Dieses Bild könnte heute den Titel tragen: Porträt eines Fondsmanagers 2017, der ausschließlich in US-Aktien investiert.“ In der Tat: es ist kein Geheimnis, dass US-Aktien sehr ambitioniert bewertet sind. Gleichzeitig fällt das US-Wirtschaftswachstum mit 0,7% deutlich schlechter aus, als speziell nach dem Trump-Sieg von vielen Marktakteuren erhofft („Reflation-Trade“).

 

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am 31.05.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2017

Verehrte Investoren,

„Strenge gegen sich selbst, mit Weichheit gegen andre verbunden, macht den wahrhaft vortrefflichen Charakter aus.” Friedrich Schiller


Quintessenz:

-    (US-)Aktien: hohe Bewertungen
-    Neues strategisches Investment im Fremdwährungsbereich: Rubel
-    2. Wahlgang in Frankreich: irrelevant (für uns)

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am 04.05.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat März 2017

Verehrte Investoren,

„Frankreich ist das Land, das nur im Rahmen von Revolutionen Reformen durchführt.” - Charles de Gaulle

ja, Marine Le Pen könnte tatsächlich gewinnen. Es gibt auch keinen Grund, an eine „Domino-Theorie“ zu glauben, nach der nun ein Populist nach dem anderen Misserfolge einfährt. So oder so: wie bei allen politischen Events der letzten Zeit, erlauben wir uns keine portfoliowirksamen Prognosen, sondern rüsten uns für alle Eventualitäten mit einer möglichst defensiven Grundhaltung. Anders als beim Brexit oder bei Trump vermuten wir aber nicht, dass die Finanzmärkte hier einen „blinden Fleck“ haben. Wie die Kurve europäischer Volatilitätskontrakte zeigt, herrscht in Europa enormer Absicherungsbedarf für die Aktienmärkte.

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am 03.04.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Februar 2017

Verehrte Investoren,
„Äußere Krisen bedeuten die große Chance, sich zu besinnen.“ - Viktor Frankl

Die Krise feiert Geburtstag: Vor exakt zehn Jahren, im Februar 2007, musste erstmals eine der größten Banken der Welt substanzielle Verluste im Zusammenhang mit der Subprime-Krise vermelden. Erst in der Folge häuften sich - langsam - auch in finanzaffinen Zeitungen Stimmen über „ein schlechtes Gefühl bei Subprime-Krediten“, wenngleich (vermutlich) niemand die Dimension der Lawine ahnte, die losgetreten war. Noch in ihrem im November 2007 veröffentlichen Finanzstabilitätsbericht schrieb die Deutsche Bundesbank: „Das Risiko, dass daraus ein nennenswerter negativer Rückkoppelungsprozess über das inländische Kreditangebot und die Realwirtschaft entsteht, erscheint jedoch gering.“

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am 09.03.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Januar 2017

Verehrte Investoren,
„Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis.“ - George Soros

Im Abyssopelagial, dem Bereich der Tiefsee, der von 4.000 bis 6.000 Meter reicht, herrscht ein sehr lebensfeindliches Klima: Temperaturen um den Gefrierpunkt sowie keinerlei Tageslicht mehr. Dort ist der Centrophrynidae, der Tiefsee-Angler, zu Hause. Dieser Fisch ist mit einer Art Lampe ausgestattet, um in absoluter Dunkelheit Beutetiere anzulocken, die den leuchtenden Punkt für Nahrung halten. Sobald das Opfer nah genug ist, erlischt das Licht sodass das Beutetier orientierungslos weiter ins weit geöffnete Maul des Anglers schwimmt.

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am 08.02.2017


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember 2016

Verehrte Investoren,
„Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Es ist alles schon mal da gewesen.“ Sherlock Holmes

Schon der erste Sherlock Holmes-Roman „Eine Studie in Scharlachrot“, zeigt deutlich die Unterschiede zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson: der eine exzentrisch, analytisch-rational, mit einem sehr detailgenauen Beobachten, der andere gut gebildet, sehr pragmatisch und fortwährend seiner ersten Intuition folgend. Was die beiden essenziell unterscheidet ist die Art und Weise, zu beobachten und Schlüsse daraus zu ziehen.

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am 03.01.2017


Teil I: Investitionen in Volatilität als Assetklasse

Teil I: Investitionen in Volatilität als Assetklasse

Die wachsenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten u.a. resultierend aus der aggressiven expansiven Notenbankpolitik eines Mario Draghi, Sorgen über die Folgen des beschlossenen Brexit Referendums  Großbritanniens und die weiter existierende jedoch derzeit nicht in der breiten Öffentlichkeit wahrnehmbare Problematik rund um die Euro-Staatsschuldenkrise führten in der jüngeren Vergangenheit wiederholt zu extremen Verwerfungen an den europäischen Aktienmärkten. Fragt man prominente Stimmen nach einer Einschätzung des aktuellen Marktumfeldes, so häufen sich die kritischen Meinungen, dass erhöhte Schwankungsbreiten an den Aktien- und Rentenmärkten als der neue Marktstandard gelten.

Christine Lagarde, IWF Chefin (April 2015): „Die Risiken für die globale Finanzstabilität nehmen zu. Niedrigzinsen könnten die Zahlungsfähigkeit von Lebensversicherungen und Pensionsfonds gefährden.“

Yngve Slyngstad, Vorstandsvorsitzender des staatlichen norwegischen Pensionsfonds (April 2015): „Der Einfluss der Geldpolitik auf die Kapitalmärkte ist so groß geworden, dass die Geldpolitik selbst zu einem Risikofaktor geworden ist.“

Benoit Coeuré, Mitglied des EZB-Direktoriums (Nov. 2015): „Verlassen sich alle auf uns, nimmt das kein gutes Ende.“

George Soros, amerikanische Investoren-Legende (Jan. 2016): „Das derzeitige Umfeld erinnert mich an die Krise des Jahres 2008.“

Prof. Dr. Dres. h.c. Hans-Werner Sinn (März 2016): „Mehr Wasser hilft nicht, wenn die Pferde nicht saufen wollen. Die EZB scheint am Ende ihres Lateins angekommen.“

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am 14.12.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2016

Verehrte Investoren,
„Ich wünschte, ich hätte den Ring nie bekommen. Ich wünschte, all das wäre nie passiert.“ Frodo

Obwohl er einige Jahre zuvor noch sehr skeptisch zu einer möglichen eigenen Präsidentschaft geäußert hatte, wird Donald Trump der nächste Präsident der USA. Trotz allem. Wegen diesem „trotz allem“ hatten die Finanzmärkte große Sorgen, dass Trump gewählt werden könnte und starteten - zunächst! - entsprechend nervös, nachdem klar war, dass er gewonnen hat. So verlor der japanische Nikkei zwischenzeitlich über 6% an Wert, bevor eine kleine Trumponomics-Rallye startete, weil Trump gewonnen hatte.

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am 05.12.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2016

Verehrte Investoren,
„Konformität ist der Kerkermeister der Freiheit und der Feind des Wachstums.“ John F. Kennedy

in seiner Antrittsrede als US-Präsident sagte John F. Kennedy seinerzeit, dass „Umgangsformen kein Zeichen von Schwäche sind und dass Aufrichtigkeit sich stets bewähren muss.“ Seien wir gespannt, ob oder welche dieser beiden Maßstäbe auch für den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Barack Obama bindend bleiben. Die Wahlen in den USA stehen jedenfalls unmittelbar bevor und ähnlich wie vor der Brexit-Abstimmung verlassen die Finanzmärkte nur sehr langsam ihren Wohlfühlkonsens, der Hillary Clinton als Siegerin sieht bzw. bevorzugt.

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am 07.11.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2016

Verehrte Investoren,

„Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld.“ Franz Kafka

Der Börsenmonat September entwickelte sich an den globalen Aktienmärkten im Ergebnis leicht negativ. DAX -0,77 %, Euro Stoxx 50 -0,69 %, Dow Jones Industrial Average -0,50 %, Nikkei225 -2,59 %; dieses Ergebnis wird jedoch der Bezeichnung eines ruhigen Börsenmonats nicht gerecht. Bei detaillierterer Betrachtung lässt sich eine deutlich erhöhte Schwankungsintensität feststellen. Die Krise rund um die Deutsche Bank und die damit verbundene massiv kontrovers und spekulativ diskutierte Fragestellung über die Zukunft des einstigen deutschen Finanzprimus sorgte für Unsicherheit in der Bankenlandschaft und an den Finanzmärkten. So hat sich die historische Volatilität der letzten 30 Handelstage im deutschen Leitbarometer um 10,98 % erhöht. Gleichzeitig sind die CDS auf die Deutsche Bank extrem in die Höhe geschossen.

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am 06.10.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2016

Verehrte Investoren,

„Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.” (Immanuel Kant)

Am 19. März 2000 (!) wurde erstmals die Folge „Bart to the Future“ der „Simpsons“ ausgestrahlt, in der in einem wüsten Zukunftsszenario Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten war und das Land zugrunde gerichtet hatte. Wenige Wochen zuvor hatten letztmalig die drei großen Aktienindizes (Dow Jones, S&P500 sowie Nasdaq) allesamt ein Allzeithoch erreicht. Dies ereignete sich im August dieses Jahres erstmals wieder – und Donald Trump ist wenige Wochen zuvor zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt worden. Aus einer seinerzeit lustigen Phantasie könnte also politische Realität werden.

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am 01.09.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2016

Verehrte Investoren,

„The maxime of the British people is Business as usual!” (Winston Churchill)

nachdem der Brexit-Crash Ende Juni die Finanzmärkte erschüttert hatte (wir waren wie Sie wissen davon aus guten Gründen nicht betroffen), sind die Märkte überraschend schnell in  sehr ruhige Fahrwasser zurück gekehrt – auch die großen britischen Märkte: „Business as usal“, wie es Churchill seinerzeit formulierte, als er wenige Monate nach Ausbruch des 1. Weltkrieges eben diese Wendung prägte, obwohl - damals natürlich mehr als heute - beide Ereignisse Zäsuren der europäischen Geschichte darstellen. 

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am 04.08.2016


Warum es gilt, (auch) ETFs kritisch zu hinterfragen

Warum es gilt, (auch) ETFs kritisch zu hinterfragen

„Der Boom bei Indexfonds weckt Erinnerungen daran, was sich auf dem Verbriefungsmarkt vor der Finanzkrise abspielte.“ - (Mario Draghi)

Und wächst und wächst und wächst…das Volumen der ETFs

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am 13.07.2016


Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2016

Verehrte Investoren,

„Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen.“ (Immanuel Kant)

Die Briten haben entschieden. Austritt 52% vs. Verbleib 48%. Das EU-Mitgliedschaftsreferendum war im Berichtsmonat Juni das Schwerpunktthema und beeinflusste die Finanzmärkte in einem signifikanten Umfang. In der Spitze verlor das deutsche Aktien-Leitbarometer über 10%, Unsicherheit über die zukünftige Rolle des wichtigsten europäischen Finanzplatzes, die Stabilität des europäischen Bankensystems und eine angestoßene Debatte über eine potentielle Neuausrichtung Europas waren Gift für die Entwicklungen an den Aktienmärkten. Der Euro Stoxx Banks Index verlor an diesem Freitag in der Spitze 19%.  Mit einer Monatsperformance von -5,68% DAX, -6,49% EuroStoxx50, -9,63% Nikkei225 und +0,80% Dow Jones Industrial Average hinterließ der Brexit deutliche Spuren im breiten Aktienmarkt.

An den Kapitalmärkten sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die FED im September von 30% auf 2%. Eine schärfere Gangart in der Geldpolitik und eine damit verbundene Reduzierung der expansiven Notenbankpolitik wird zunehmend unwahrscheinlicher.

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am 06.07.2016