„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2015

But remember to come back in (the last days of) September

Bericht des Fondsmanagements

Nach den sehr negativen Börsen-Monaten August und September, präsentierte sich der Berichtsmonat sehr freundlich. In Anlehnung an die alte Börsenweisheit „sell in may and go away – but remember to come back in September“ sollte man ergänzen, dass ein Wiedereinstieg an den Börsen erst in den allerletzten Tagen des Septembers, nicht schon zu Beginn, als guter Einstiegszeitpunkt erschien.

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NordLB Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2015

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2015

Bericht des Fondsmanagements

Das Reich der Mitte im Mittelpunkt

Schlechte Konjunkturdaten in China (u.a. psychologisch wichtige Einkaufsmanagerindizes schwächer), politischer Aktionismus zur Unterstützung der einstürzenden Aktienmärkte (z.B. dürfen Papiere nicht mehr an einem Tag geliehen, verkauft und dann zurückgekauft werden) sowie insbesondere die überraschende, mehrfache Abwertung des Yuan durch die chinesische Zentralbank (PBoC) haben die Weltkapitalmärkte in Aufruhr versetzt – und für erhebliche Schwankungen gesorgt, die selbst die schwachen Entwicklungen der Finanzmärkte im Vormonat deutlich in den Schatten stellten.

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Die griechische Tragödie

Die griechische Tragödie

Kennzeichnend für die Tragödie ist eine unausweichliche Verschlechterung der Situation. Die Ursache liegt im Charakter des Helden, welcher seinem vorbestimmten Schicksal entgehen will, es jedoch  nicht schaffen kann. (Wikipedia)

Auch Anlagestrategen und -analytiker können für die griechische Tragödie Sympathie und Empathie empfinden. Versuchen wir, sie zu verstehen und beantworten wir die Frage, ob die griechische Regierung nur pokert oder ob sie ihr Land schicksalhaft in das Chaos führt, ja führen muss.

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Rasante Aufwertung des Schweizer Franken - wie geht es weiter?

Rasante Aufwertung des Schweizer Franken - wie geht es weiter?

Dies ist ein Blog. Blogs geben nur eine kurzfristige Ersteinschätzung ab, keine Empfehlung. Dies vorausgeschickt, könnte die Überlegung des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank etwa lauten: „Wir wollen nicht zu berechenbar sein. Indem wir den CHF (vorübergehend?) floaten, um ihn später ebenso überraschend wieder an eine neue Bezugsgröße zu binden, machen wir unsere Währung für Spekulanten weniger attraktiv und unterbrechen zumindest für eine gewisse Zeit den Aufwertungsdruck“.

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Geldbeutel-Inflation versus abstrakte Inflation

Geldbeutel-Inflation versus abstrakte Inflation

Nachdem unlängst die Inflationsrate  in Deutschland überraschend auf 1,2 % gefallen ist, behält sich die Europäische Zentralbank eine weitere Zinssenkung offen.  Das hatte sie auch schon im Januar  nach der ebenfalls „überraschend niedrigen“ Inflationsrate getan.

Für den normalen Verbraucher ist diese niedrige Rate in der Tat überraschend. Beim Lesen der Nachrichten ergibt sich eine gewisse Ambivalenz zwischen dem, was man fühlt und erwartet und dem, was man sieht. Und in der Tat: nach einer Umfrage des GfK-Vereins halten 92,3 % der Deutschen  für wahrscheinlich, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen werden.

Mögliche Ursachen für die Ambivalenz:
Die Inflationsrate entwickelt sich alles andere als einheitlich. Einerseits sinken die Energiepreise, andererseits sind die Lebensmittel  erneut deutlich teurer geworden. Meines Erachtens liegt hier ein gewichtiger Grund: während man Energiepreissteigerungen eher abstrakt, z.B. einmal im Jahr als etwas höhere Abbuchung von seinem Konto wahrnimmt, sind höhere Lebensmittelpreise nicht so „abstrakt“. Man kauft jede Woche ein, sieht die Preise und zahlt dann direkt. Man sieht deutlich offenkundiger, dass für den selben Einkauf weniger im Portemonnaie über bleibt.

Hinzu kommt, dass der Trend zu insbesondere steigenden Lebensmittelpreisen absolut betrachtet wie auch im Vergleich zum Verbraucherpreisindex nicht neu ist und sogar einer gewissen Dynamik unterliegt:

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Warum haben Sie Angst vor Inflation?

Warum haben Sie Angst vor Inflation?

Der EZB-Präsident Mario Draghi sprach von einer „perversen Angst“ der Deutschen. Und sogar Jens Weidmann, Chef der deutschen Notenbank, ist absolut überzeugt, dass es keinen Grund gibt, „irrationale Inflationsängste zu pflegen“. Das hat Gewicht: denn nicht ohne Grund sagte der ehemalige Präsident der EU-Kommission, Jacques Delors: „Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle an die Bundesbank.“

Und tatsächlich haben unsere Auswertungen der Inflationsraten des Statistischen Bundesamtes ergeben, dass die Inflationsrate in Deutschland seit 1948 nur in zehn von 65 Jahren über 5 % lag. Dabei sind acht der zehn Fälle um die beiden Ölkrisen 1973 und 1979 angesiedelt. Insgesamt lag die Inflationsrate in Deutschland nach unseren Berechnungen seit 1949 im Durchschnitt bei, nicht schönen, aber überschaubaren 2,46 %. Und wenn führende Experten Deutschlands aktuell sogar eine höhere Inflation empfehlen, stellt sich die Frage:

Warum haben Sie also Angst vor Inflation?

Ich denke, die möglichen Beweggründe sind vielfältiger Natur. Ich werde sie in den kommenden Wochen beleuchten und beginne mit der – vermeintlichen – Mutter aller Gründe.

Erstens: Der Blick in den Rückspiegel – die Geschichte der Deutschen. Der Grund für die Hyperinflation von 1923 lag in der massiven Ausweitung der Geldmenge durch den Staat seit Beginn des 1. Weltkrieges, um sich seiner Schulden zu entledigen. Zunächst stieg die Geldmenge stark aber überschaubar an, doch dann beschleunigte sich die Geldentwertung immer stärker:

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Renten-& Zinsstrategie: Hybridanleihen – Teil 4: Zusammenfassung und aktuelle Einschätzung

Renten-& Zinsstrategie: Hybridanleihen – Teil 4: Zusammenfassung und aktuelle Einschätzung

Die Vereinigung von Eigen- und Fremdkapitalmerkmalen macht Hybridanleihen für den Emittenten und den Anleger zu einem attraktiven Finanzinstrument. Im vierten Teil meines Blogs gehe ich darauf ein, welche Vorteile Hybridanleihen dem Emittenten durch diese Zwischenstellung bieten können.

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Hinweis in eigener Sache:

Willkommen bei Nordlux Vermögensmanagement. Unsere Kundenberater arbeiten derzeit im Home Office, doch bleiben wir voll einsatzfähig und erreichbar. Ihr Anruf wird automatisch an Ihren Berater weitergeleitet. Wir bitten Sie, eventuelle Verzögerungen auf Grund der derzeit starken Beanspruchung der Telefonleitungen zwischen Deutschland und Luxemburg, zu entschuldigen.