„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2020

Monatsbericht für April 2020

Verehrte Investoren,

im letzten Monat hat der NORD/LB Horizont Fonds um 5,04 % zugelegt. Damit haben wir einen deutlichen Teil der zwischenzeitlichen Verluste in der Corona-Krise wieder aufgeholt.

Wo genau kam allerdings die negative Performance in Februar und März her?

Die Emerging Markets-Währungen, die zu Beginn der Krise mit knapp über 10 % gewichtet waren, haben zwischen 27,6 % und 24,8 % gegen EUR verloren. Wir hatten sie bereits am 27. Februar (der DAX stand noch bei 12.400 Punkten) abgesichert, die Absicherung aber etwas zu früh wieder aufgelöst.

Ferner haben die „Jahrhundert-Volatilitäten“ uns „eingeladen“, selektive Discount-Strategien einzugehen. Dies taten wir Mitte März, das heißt noch etwas vor dem (bisherigen) Tiefpunkt an den Aktienmärkten. Ferner gingen wir zu diesem Zeitpunkt auch schon Neu-Investments in kurzlaufende Anleihen in Mexikanischen Peso ein. Diese hatten uns temporär belastet, auch wenn sie sich schon wieder kräftig erholt haben.

Welche Ertragschancen sehen wir in unserem Portfolio?

Ein großer Lichtblick war unser hohes Gold-Exposure sowie unser (Wieder-)Einstieg in Goldminenaktien - inflationäre Tendenzen sowie Krisenschutz scheinen dieses Mal validere Überlegungen. Inzwischen sind wir mit dieser in der Krise gekauften Position – wenn auch unter stärkeren Schwankungen -  bereits über 20 % im Plus. Wir erhoffen uns weitere Kurszuwächse auf mittlere Sicht.

Daneben bieten unsere selektiven Engagements in Emerging Markets (Supratnationals, AAA-Rating) eine hohe laufende Verzinsung, zwischen 5 – 8 % und zusätzlich ein mögliches Erholungspotenzial besagter Währungen.

Ähnliche Renditen (8 %) weist gegenwärtig auch unsere größte strategische Position aus: die versicherungsgebundenen Anleihen. Auch hier sehen wir deutliche Kurszuwächse noch im Laufe des Jahres.

Luxemburg, den 04.05.2020
Michael Feiten, Carsten Burkard & Ludwig Schnieders

 

 

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2019

„Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel.“ Immanuel Kant

Verehrte Investoren,

 „Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel.“ 1

Immanuel Kant

Sie haben zwei Sekunden Zeit für die Antwort zu folgender Frage:

Ein Schläger und ein Ball kosten 1,10 €. Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball. Was kostet der Ball?

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2019

„Man kann Vertrauen nicht verlangen. Es will geschenkt und angenommen sein.“ Niklas Luhmann

Verehrte Investoren,

„Man kann Vertrauen nicht verlangen. Es will geschenkt und angenommen sein.“ 1

Niklas Luhmann

bitte lesen Sie einmal folgende Passagen und geben danach für sich oder auf unserer Homepage wider, was der Inhalt ist (bevor Sie dann weiterlesen):

„Die gesellschaftliche Totalität führt kein Eigenleben oberhalb des von ihr Zusammengefassten, aus dem sie selbst besteht. (…) Sie produziert und reproduziert sich durch ihre einzelnen Momente hindurch. (…) Theorien sind Ordnungsschemata, die wir in einem syntaktisch verbindlichen Rahmen beliebig konstruieren. Sie erweisen sich für einen speziellen Gegenstandsbereich dann als brauchbar, wenn sich ihnen die reale Mannigfaltigkeit fügt.“

Alles klar soweit?

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2019

„Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde - dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.“ Christian Morgenstern

Verehrte Investoren,

 „Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde - dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.“

Christian Morgenstern

Setzen Sie die folgende Zahlenreihe korrekt fort und nennen Sie die Regel, nach der Sie vorgehen: 2, 4, 6,…

Nachdem die dreimonatigen US-Renditen schon seit Mai über den zehnjährigen liegen (und im August ein neues 10-Jahres-Tief von -0,45 Punkten erreichten), rentierten im Berichtsmonat – erstmals seit 2007 – auch die zweijährigen über den zehnjährigen: die berühmte Inversion der Zinskurve. Je länger die Zinskurse invers ist, desto wahrscheinlicher bewahrheitet sie sich als Rezessionssignal.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2019

„Die Vernunft kann der Leidenschaft nicht Paroli bieten. Wir müssen daher die Vernunft zu einer Leidenschaft machen.“ Baruch de Spinoza

Verehrte Investoren,

 „Die Vernunft kann der Leidenschaft nicht Paroli bieten. Wir müssen daher die Vernunft zu einer Leidenschaft machen.."

Baruch de Spinoza

Röntgenstrahlen, Penicillin, Polyethylen, Post-it-Notes, Teflonpfannen, Tesafilm – und auch Viagra: manche Entdeckungen, aus denen später wichtige Innovationen und Entwicklungen werden, sind nur zufällig entstanden bzw. in völlig anderer Intention. Auch in der Politik sind sich zufällig ergebende Entwicklungen, aus denen dann noch größere resultieren, üblich.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2019

„Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.“ Shakespeare

Verehrte Investoren,

 „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.“

Shakespeare

„Sie binden ein langes Stück Schnur am oberen Ende des Barometers fest und senken anschließend das Barometer vom Dach des Hochhauses vorsichtig zur Erde. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers ergibt dann die Höhe des Gebäudes.“ Dies war die Antwort eines Studenten bei der Physik-Prüfung an der Universität Kopenhagen auf die Aufgabe „Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit einem Barometer feststellt.“ Obwohl die Antwort vollkommen richtig ist, fiel der Student auf der Stelle durch die Prüfung. 

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2019

"Das Argument gleicht dem Schuss einer Armbrust - es ist gleichermaßen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat."

 Verehrte Investoren,

 „Das Argument gleicht dem Schuss einer Armbrust - es ist gleichermaßen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat."                                                         

Francis Bacon 

Wissen Sie noch, was Sie am 23. Mai dieses Jahres getan haben? Ja? Nein…nicht am 26. Mai, dem Tag der Europa-Wahl. Nein, am 23. Mai, einem für Europa wichtigen Tag.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2019

„Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen.“

Verehrte Investoren,

„Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen.“

George Bernard Shaw

Sie sind tolerant? Sie haben keine Vorurteile bzw. wenn, dann sind Sie sich derer bewusst? Und schon gar nicht beeinflussen Ihre Stereotype Ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen? Jedenfalls ist Ihre Familie ein geschützter Bereich. Egal, was ist – Sie legen vermutlich wert auf Harmonie. Das war und ist aber nicht immer so:

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat März 2019

„Der Fortschritt der Zivilisation ist abzulesen an der Anzahl der Handlungen, die wir ausführen können, ohne über sie nachzudenken.“

Verehrte Investoren,

„Der Fortschritt der Zivilisation ist abzulesen an der Anzahl der Handlungen, die wir ausführen können, ohne über sie nachzudenken.“

Alfred North Whitehead

In zehn Jahren, im Jahr 2029, wird die Erde infolge eines Atomkrieges zerstört und der Großteil der Menschheit ausgelöscht sein.

Dies ist nicht etwa das Setup aktueller politischer Taktik, sondern die Hintergrundgeschichte zu einem der einflussreichsten Science-Fiction-Filme der 1980er Jahre: „Terminator“. Besagter „Mann“ steht eher für Taten statt Worte: im ganzen ersten Film spricht „der Terminator“ nur 58 Wörter, meistens wenig poetisch. So auch in den Folgeteilen: „Aufgrund deines Pupillenreflexes, deiner Hauttemperatur und deiner Motorik errechne ich eine 83-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass du den Abzug nicht betätigen wirst.“

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Februar 2019

„Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.“

Verehrte Investoren,

„Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.“
Platon

Kennen Sie Johann Philipp Möller? Er war einst ein mächtiger Mann…

Unseres Wissens nach beschäftigte er sich jedoch noch nicht mit Währungen. Wir schon. Noch Anfang 2017 lagen die Kosten für eine ganzjährige USD-Absicherung bei 1,65% - um Ende letzten Jahres auf 4,12% hochzuschnellen und auch aktuell noch über 3% zu verharren. Da es sich hierbei um einen längerfristigen Trend handelt, haben wir schon länger darüber nachgedacht, unsere strategische USD-Positionen zu reduzieren. Das sind solche Positionen, die in der Regel in USD gehandelt werden, wie z.B. Cat-Bonds oder Mikrofinanz. Selbige Anlageklassen werfen aber – wenn auch unkorreliert zu den klassischen Märkten – im aktuellen Zinsumfeld „planbar“ ca. 2-4% ab, sodass – nach (Absicherungs-)Kosten und etwas vereinfacht dargestellt – eine Nullperformance für einige unserer Ziel-Investments in diesem Bereich zu erwarten wäre.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Januar 2019

Jene, die sich damit beschäftigen, ein klares Bild von den menschlichen Handlungen zu gewinnen, stoßen auf die größten Schwierigkeiten...

Verehrte Investoren,

„Jene, die sich damit beschäftigen, ein klares Bild von den menschlichen Handlungen zu gewinnen, stoßen auf die größten Schwierigkeiten, sobald sie versuchen, einen Zusammenhang zwischen ihnen herzustellen und sie unter einem gemeinsamen Aspekt zu betrachten.“1
Michel de Montaigne

waren Sie auch auf dem Fondskongress in Mannheim? Über 6.000 Besucher waren bei der 17. Auflage des Branchen-Events anwesend. Unser Fondsmanager Carsten Burkard war als Referent geladen und erklärte, warum und wie wir auf Prämien statt Prognosen setzen.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember 2018

Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Verehrte Investoren,

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“1
Friedrich Schiller

kennen Sie den Unterschied zwischen der Dame des Damespiels und der Dame des Schachspiels?

Seien Sie nicht voreilig: Sie haben den gleichen Namen und bewegen sich sogar auf dem gleichen Brett. Ferner zählen beide Spiele zu den „Spielen mit perfekter Information“. Dieser Terminus aus der Spieltheorie besagt, dass jedem Spieler jederzeit alle zuvor getroffenen Spiel-Entscheidungen seines Gegners bekannt sind (dass dies bei den eigenen Zügen der Fall ist, setzen wir voraus J) – anders als z.B. beim Skat oder beim Poker, wo man als Erfahrener die Karten der Gegner höchstens gut ahnen kann, auf Basis von gewonnener Expertise und im Bedarfsfall mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit versehen. Das berühmteste Beispiel für Spieltheorie ist sicher das „Gefangenendilemma“.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2018

Nicht der Mann, der hofft, wenn andere verzweifeln, sondern der, der verzweifelt, wenn andere hoffen, wird von den anderen als weise angesehen.

Verehrte Investoren,

„Nicht der Mann, der hofft, wenn andere verzweifeln, sondern der, der verzweifelt, wenn andere hoffen, wird von den anderen als weise angesehen.“
John Stuart Mill

Gemäß des seit 1973 in den EU-Ländern erhobenen Eurobarometers ist Ihre persönliche Zufriedenheit (also die in Deutschland) so hoch wie nie zuvor. Das ist erstaunlich, denn wir leiten unseren Gemütszustand (so gesehen: wiederum erstaunlich) stark von Nachrichten ab. Die Medienlogik- und Realität zeigen: Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Also nicht für Sie – für die Macher der Medien, weil wir Menschen darauf anspringen. Fast kann man schon von einer Gier sprechen. „Die Apokalypse ist das neue Heilige.“

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2018

Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv, als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten.

Verehrte Investoren,

Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv, als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten.“1
Immanuel Kant

Als KISS (über 100 Millionen weltweit verkaufte Alben) anlässlich des 35-jährigen Bühnenjubiläums ihre Welttournee ankündigten, ahnte (wohl) niemand, welches ereignisreiche Jahr auf uns warten würde. Vor zehn Jahren, das Jahr 2008: die Vorratsdatenspeicherung tritt in Kraft, Fidel Castro tritt ab, Barrack Obama gewinnt, Andrea Ypsilanti gewinnt und tritt doch ab, die CSU verliert erstmals seit 1962 die Mehrheit im bayrischen Landtag - und am 05. Oktober 2008, einem Sonntag wohlgemerkt, treten zwei Personen vor die Presse zu einer improvisierten, eilig einberufenen Pressekonferenz: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein“ wird die eine, Angela Merkel, sagen und der andere, Peer Steinbrück, wird ergänzen, es ginge nun darum ein Signal zu senden, „damit es zu einer Beruhigung kommt und nicht zu Reaktionen, die unverhältnismäßig wären“.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2018

Verehrte Investoren,

Wir wissen erst, was auf dem Spiel steht, wenn wir wissen, dass es auf dem Spiel steht.“1
Hans Jonas

Heute vor sieben (!) Jahren, am 6. September 2011 stieg der Goldpreis in New York auf ein Allzeithoch von 1920,65 US-Dollar pro Feinunze. Viele Investoren kauften seinerzeit Gold und vertrauten auf Prognosen, die gar „in den nächsten Jahren Goldpreise von 5.000 – 7.000 US-Dollar“ vorherzusagen vermochten. Das war seinerzeit keine (!) Exotenmeinung: von 133 Analysten, die im Schnitt einen Goldpreis bei 2.500 USD in den kommenden Jahren prophezeiten, sahen 90 (!) ein Erreichen von mindestens 5.000 USD. Prognosen von Analysten waren, sind und bleiben – bei allem gebotenen Respekt – ein sehr prozyklisches Unterfangen. Wir indessen veroptionierten unseren Gold-Bestand im Portfolio im Berichtsmonat ein weiteres Mal und generieren damit eine Rendite von 2,2% in knapp zwei Monaten.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2018

Verehrte Investoren,

„Meine Mutter brachte Zwillinge zur Welt: mich und die Angst.“1
Thomas Hobbes

Als Thomas Hobbes im Jahr 1588 geboren wurde, kämpfte die legendäre spanische Armada gerade vor England, um die Insel zu erobern. 130 Schiffe, mehrere Kilometer breit nebeneinander, 7000 Seeleute. Deutlich weniger als die vom spanischen König erhofften 510 Schiffe, doch trotzdem die größte Flotte aus Segelschiffen, die Europa bis dahin gesehen hatte. England unter Königin Elisabeth war nicht ansatzweise in der Lage, ein vergleichbares Rüstungsprogramm aufzulegen. Die ökonomische Macht Spaniens war um ein Vielfaches größer als die von England. Als die Armada in besagtem Juli vor 430 Jahren vor der Küste Südenglands auftauchte, hatte sie das Überraschungsmoment inne: die Armada hatte die Engländer überrascht. Ihr Anführer, der Marqués de Santa Cruz, hatte keinerlei Erfahrung in der Führung einer Flotte, sondern war ein ausgezeichneter Verwalter an Land gewesen. Er nutzte seine Chance nicht, sondern hielt sich an den ursprünglichen Plan. Die Armada fuhr – zur riesigen Freude und Überraschung der Engländer - nach Osten weiter, wo sie sich mit einer anderen Truppe vereinen sollte. Nicht nur, dass diese Einheit nicht vor Ort war. Nein, die eigentlich deutlich unterlegenen Engländer nutzten nun ihrerseits die Chance, die Armada unter Druck zu setzen, die letztlich daraufhin sogar zurücksegeln musste. Kairos hatte einmal mehr der Geschichte seinen Stempel aufgedrückt.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2018

Verehrte Investoren,

 „Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt. Sie ist die messbare Seite der Welt.“
Martin Seel

Der berühmte Marshmallow-Test (den wir, wie Sie wissen, mit unseren Investments immer bestehen) wurde einer neuen Prüfung unterzogen – und zum Teil widerlegt. Es wäre auch zu schön gewesen, anhand eines kleinen Testes die künftige Entwicklung seiner Sprösslinge abzuleiten. Wie an der Börse, so auch in der Erziehung, scheint zu gelten: es gibt eben doch keine Monokausalitäten, sondern immer nur ein komplexes Geflecht aus Ursachen und Wirkungen, sobald „die“ Psychologie ins Spiel kommt. Das ist umso schwieriger, als das unser Gehirn dennoch auf einfache „wenn-dann-Bedingungen“ angelegt ist, das heißt sie sehen und finden will. Solche Monokausalitäten bieten Zahlen.

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Prämienvolumen des Nordlux Strategie steigt auf über 8 Prozent

Nordlux Strategie: Die Zeit zum Einstieg ist günstig

Während dem DAX in den vergangenen Tagen die Puste ausging, stieg sein Volatilitätsindex naturgemäß an. Am Donnerstag lief der Deutsche Aktienindex auf Jahressicht über 6 Prozent ins Minus, während sein "Angstbarometer" die Marke von 20 Punkten knackte. Diesen Anstieg der Volatilität nutzte das Fondsmanagement des Nordlux Strategie für seine Anleger und erhöhte sein Engagement: das aktuelle Prämienvolumen, welches über die nächsten Monate vereinnahmt wird, liegt aktuell bei knapp unter 9 Prozent.

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Zurück zur Normalität?

Vom Novum zurück zur Normalität

Erstmals seit Einführung der beiden Volatilitätsindizes nach neuer Berechnung (2004 bzw. 2005) notierte der amerikanische VIX dauerhaft signifikant höher als der europäische VSTOXX. Von Mitte März bis Mitte Mai lag das amerikanische "Angstbarometer" über seinem europäischen Pendant. Seitdem zeigen die beiden Schwankungsindikatoren wieder ihr altes, gewohntes Bild. Als global agierender Fonds, war es dem Nordlux Strategie möglich, innerhalb beider Phasen das jeweils attraktivere Vola-Niveau zur Prämiengenerierung für seine Anleger zu nutzen. Grundsätzlich gilt: Die Zeiten historisch niedriger Volatilität, mit Niveaus unterhalb der 10-Punkte-Grenze, scheinen für das Erste passé zu sein. Ob der "Normalzustand" von Dauer ist, oder das Novum zur neuen Normalität wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Mai 2018

Verehrte Investoren,

 „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“
Erich Kästner

Die Dividendenrendite von US-Aktien liegt – erstmals seit kurz vor dem Lehman-Kollaps 2008 – niedriger als die Rendite von zweijährigen US-Staatsanleihen. Der Renditeabstand von diesen wiederum zu zehnjährigen US-Staatsanleihen hat sich auch im Mai weiter eingeengt und ist so tief, wie seit über zehn Jahren nicht mehr: 

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Zurück zur Normalität – Das Comeback der Volatilität an den internationalen Aktienmärkten

Volatilität nutzen. Rendite verstetigen. Marktrisiken reduzieren.

Im Rückblick auf das Kalenderjahr 2017 lässt sich ohne Zweifel konstatieren, dass sich die traditionellen internationalen Aktienmärkte in einem historisch niedrigen Volatilitätsumfeld bewegten und flächendeckend rückläufige implizite Volatilitäten in allen Laufzeitbändern zu beobachten waren. Den Blick auf den US-Markt und die Häufigkeitsverteilung des CBOE Volatility Index (VIX) gerichtet, welcher die erwartete Schwankungsbreite des S&P500 der nächsten 30 Tage ausdrückt und am 13. April sein 25-jähriges Jubiläum markierte, geht das Kalenderjahr 2017 (siehe Abbildung 1, rotes Histogramm) als ein historisches Low-Vola-Jahr in die jüngere Geschichte ein. So lag der Medianwert des VIX in 2017 bei nur 10,85 im Vergleich zum längerfristigen Median von 13,74 seit 2013.

Abbildung 1: Häufigkeitsdiagramm CBOE Volatility Index (VIX) 2017 (rot), seit 31.12.2012 (schwarz) auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg
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Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2018

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat April 2018

Verehrte Investoren,

 „Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, dass sich vieles ändern lässt, bloß nicht der Mensch.“
Karl Marx

Als Karl Marx vor 200 Jahren in der ältesten Stadt Deutschlands geboren wurde, lag der Zins für amerikanische Zinspapiere noch bei - für heutige Verhältnisse begehrenswerten - sieben Prozent – wo er auch (wenn auch natürlich unter deutlichen Schwankungen) einhundert Jahre später stand. Seinerzeit bewegten sich die Zinsen noch in kürzerfristigeren Zyklen: „Trendwechsel“ dauerten Jahre anstatt – wie seit den 1950er-Jahren - mehrere Dekaden. 

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Regimewechsel in der Volatilität: Vereinigte Staaten überholen Europa

Nordlux Strategie nutzt erhöhte Prämien am US-Markt


Bisher galten die europäischen Aktienmärkte immer als strukturell schwankungsanfälliger als ihr US-amerikanisches Pendant. Sowohl die reine Größe als auch der starke Einfluss des Auslandskapitals auf die europäischen Aktienwerte dienten dabei als gerne angeführte Argumente. Erstmals seit der Einführung der beiden Volatilitätsindizes nach neuer Berechnung (2004 bzw. 2005) notiert der amerikanische VIX über längere Zeit signifikant höher als der europäische VSTOXX. Seit März liegt das amerikanische "Angstbarometer" dauerhaft über seinem europäischen Abbild. Die Zeiten historisch niedriger Volatilität, mit Niveaus unterhalb der 10-Punkte-Grenze, scheinen damit für das Erste vorbei.

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Hinweis in eigener Sache:

Willkommen bei Nordlux Vermögensmanagement. Unsere Kundenberater arbeiten derzeit im Home Office, doch bleiben wir voll einsatzfähig und erreichbar. Ihr Anruf wird automatisch an Ihren Berater weitergeleitet. Wir bitten Sie, eventuelle Verzögerungen auf Grund der derzeit starken Beanspruchung der Telefonleitungen zwischen Deutschland und Luxemburg, zu entschuldigen.