„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

Don't fight the FED

Don't fight the FED

Bericht des Fondsmanagements

So lautet eine der bekanntesten und letztlich auch am meisten bewährten Börsenweisheiten. Doch wie kann man sich gegen die FED stellen – und wie kann man „mit ihr schwimmen“?

Verehrte Investoren,

Don´t fight the FED

So lautet eine der bekanntesten und letztlich auch am meisten bewährten Börsenweisheiten. Doch wie kann man sich gegen die FED stellen – und wie kann man „mit ihr schwimmen“?

Seit fast zwei Jahren werden wir, die Akteure auf den Finanzmärkten, auf die erste Zinsanhebung seit nun fast zehn Jahren vorbereitet. Und in den letzten Monaten wurden auch die von der FED definierten Zielmarken erreicht, die den Startschuss für die Zinserhöhungen geben sollten: Eine Inflation nahe 2% (die Kerninflation ex Energie liegt aktuell bei 1,8%), ein Arbeitsmarkt der in Richtung Vollbeschäftigung tendiert (die Arbeitslosenquote hat sich – von 8% im Jahr 2013 startend - bei 5,1% eingependelt) sowie einem seit zwei bis drei Jahren recht soliden realen Wirtschaftswachstum von 2,3% - und doch, die FED hat die Zinsen in ihrer letzten Sitzung nicht erhöht. Das kam für die Mehrheit der Investoren überraschend und entsprechend groß war die Verunsicherung – was sich im September in weiter fallenden Kursen widerspiegelte:

Am besten schlug sich noch der US-Aktienmarkt mit einem Minus von 1,48%, während der DAX nochmals 5,81% an Wert verlor und der Nikkei sogar 7,95%. Gleichzeitig verzeichneten auch einmal mehr die Rohstoffe Verluste zwischen 1,74% (Gold) und weiteren exorbitanten 10,67% (Öl, Brent). Die Verluste aus dem Aktien– und Rohstoffbereich konnten wir durch eine signifikante Untergewichtung sowie temporäre Absicherungen um einiges abfedern.

Was uns allerdings sehr hart getroffen hat, waren die Turbulenzen an den Renten- und Währungsmärkten. Beispielsweise verlor unsere kleine Position in Brasilianischen Real allein währungsbedingt 8,73% zuzüglich der Kursverluste der selbstmit dem Höchstrating von AAA versehenen Anleihe von knapp 2%. Unsere Exposures an Fremdwährungen hatten wir zwar zwischenzeitlich abgesichert, doch konnten wir die fallenden Kurse der Rentenpapiere aller Couleur nicht abfedern. Selbst extrem defensive, sehr breit diversifizierte Rentenfonds-Positionen verloren zwischen 1 bis 3%. 

Als Anker der Stabilität erwies sich einmal mehr das Segment „geringe Korrelation“. Sowohl die versicherungsgebundenen Anleihen, als auch die Mikrofinanzfonds konnten leichte Zuwächse verzeichnen. Darüber hinaus bewährte sich unser neu implementiertes „Liquid Alternatives-Basket“, das wir in den letzten Wochen sukzessive auf eine erste Zielgröße von 15% des Fonds aufgebaut haben. Dieser konnte im Monat September eine Rendite von 1,73% erzielen. Insgesamt sind wir mit aktuell 39% am Limit des maximal erlaubten Investitionsvolumens von 40% in gering korrelierten Anlageklassen angekommen. Dies hat den Monatsverlust des NORD/LB Horizont Fonds etwas abgemildert, der jedoch dennoch mit 3,81% zu Buche schlägt.

Luxemburg, den 07.10.2015

Michael Feiten & Ludwig Schnieders

P.S.: Wir freuen uns sehr, dass wir mit Florian Konz einen neuen Portfoliomanager an Bord des Fondsmanagement gewinnen konnten. Wir haben ihn während diverser Aufenthalte bei uns schätzen gelernt. Eine kleine Einleitung zu ihm finden Sie hier: http://www.nordlbhorizont.lu/der-fonds/fondsmanager.html 

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