„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

Renten-& Zinsstrategie: Hybridanleihen – Teil 1: Grundlagen

Renten-& Zinsstrategie: Hybridanleihen – Teil 1: Grundlagen

Seit einigen Jahren werden Anleiheinvestoren vor besondere Herausforderungen gestellt, da sich das Zinsniveau auf einem sehr niedrigen Niveau befindet, seitdem die Notenbanken ihre expansive Geldpolitik begonnen haben.

Dadurch können Anleger aktuell mit sicheren Anlagen wie beispielsweise Bundesanleihen nur geringe oder gar keine Zinserträge erzielen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma ermöglichen die sogenannten Hybridanleihen. Der Kapitalgeber hat bei Hybridanleihen die Chance, eine attraktive Vergütung zu erhalten. Selbst bei Hybridanleihen mit Investment-Grade sind derzeit Renditen zwischen 3 und 4% möglich. Der Anleger trägt bei Hybridanleihen jedoch besondere Risiken, die sich aus der Ausgestaltung dieser Wertpapiere ergeben. Um sich diese Risiken zu verdeutlichen, ist es sinnvoll zunächst auf den Begriff der Hybridanleihe einzugehen.

Unter dem Begriff Hybrid werden Mischformen oder Kreuzungen verstanden. Ein bekanntes, aktuelles Beispiel sind Hybrid-Fahrzeuge, die einen Elektroantrieb und einen Verbrennungsantrieb verwenden können und folglich 2 Antriebsarten mischen. Auch Hybridanleihen sind eine Mischung. Hier werden jedoch Eigen- und Fremdkapitalmerkmale gemischt. Hybridanleihen sind somit eine Unterform der Mezzanine-Finanzinstrumente.

Das Fremdkapitalmerkmal ist bei Hybridanleihen - wie bei allen Anleihen - die schuldrechtliche Vertragsgrundlage. Die schuldrechtliche Vertragsgrundlage ist für das Fremdkapital und mit Ausnahme der stillen Beteiligungen auch für das Mezzanine-Kapital typisch. Die Eigenkapitalmerkmale von Hybridanleihen resultieren aus der Ausgestaltung dieser Finanzinstrumente. So zählen bei Hybridanleihen die unbestimmte Laufzeit und die Nachrangigkeit der Ansprüche gegenüber anderen Gläubigern im Insolvenzfall zu den typischen Merkmalen. Daneben können Hybridanleihen so ausgestaltet sein, dass ein Ausfall von Zinszahlungen im Falle eines operativen Verlusts des Emittenten oder eine Pflichtwandlung in Eigenkapitalanteile des Emittenten möglich sind.

Welche Vorteile diese Ausgestaltungsmerkale von Hybridanleihen dem Emittenten dieser Wertpapiere ermöglichen, erfahren Sie im zweiten Teil des Blogs Hybridanleihen, der in Kürze erscheint.

Veröffentlicht von Dr. Peter Porten

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