„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2015

NordLB

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2015

Bericht des Fondsmanagements

Das Reich der Mitte im Mittelpunkt

Schlechte Konjunkturdaten in China (u.a. psychologisch wichtige Einkaufsmanagerindizes schwächer), politischer Aktionismus zur Unterstützung der einstürzenden Aktienmärkte (z.B. dürfen Papiere nicht mehr an einem Tag geliehen, verkauft und dann zurückgekauft werden) sowie insbesondere die überraschende, mehrfache Abwertung des Yuan durch die chinesische Zentralbank (PBoC) haben die Weltkapitalmärkte in Aufruhr versetzt – und für erhebliche Schwankungen gesorgt, die selbst die schwachen Entwicklungen der Finanzmärkte im Vormonat deutlich in den Schatten stellten.

So verloren die US-Börsen im August über 6%, der japanische Aktienmarkt 8,33 % und der DAX 9,28 %. Im Monatsverlauf war der DAX zwischenzeitlich sogar mit opulenten 17,42 % im Minus. Der 24. August war sogar der turbulenteste Handelstag seit der Lehman-Krise 2008, mit z.B. im Dow Jones Index gravierenden Kursverlusten von über 1.000 Punkten zur Börseneröffnung – eine Gelegenheit, die wir zum temporären Einstieg nutzten. So loggten wir auf Basis stark erniedrigter Kurse und extrem erhöhter Volatilität eine Reihe von sehr attraktiven Prämien aus Optionsgeschäften ein.

Ferner nutzten wir die große Hektik, um die sich bis dahin sehr bewährenden Absicherungen in Fremdwährungen in unseren Beimischungen in Brasilianischen Real und Türkischen Lira sowie der großen Position im US-Dollar zwischenzeitlich komplett aufzulösen, nur um wenige Tage später letztere Position wieder zu deutlich besseren Kursen absichern zu können.

Leider bewährten sich ein weiteres Mal die Zinsmärkte nicht als Stabilisator für unsere ohnehin schon auf 12 % reduzierten Aktienpositionen, so dass z.B. die aktuelle 10-jährige Bundesanleihe ebenfalls 1,40 % an Wert verlor.

Es zeigt sich als richtig und konsequent, die Alternativen Investments auszubauen. Die neu im Portfolio befindlichen Liquid Alternatives verhielten sich stabil und im Rahmen unserer Erwartungen. Mikrofinanz (0,20 %) sowie die versicherungsgebundenen Anleihen (zwischen 0,39 % und 1,46 %) konnten sogar an Wert gewinnen.

Insgesamt verliert der NORD/LB Horizont in diesem schweren Monat mit -2,20 % an Wert – ein im Vergleich zur Konkurrenz gutes, für uns jedoch dennoch nicht zufriedenstellendes Ergebnis.

 

Luxemburg, den 07.09.2015

Michael Feiten & Ludwig Schnieders

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