„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist,
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)
Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember
- Finanzen
- 11.01.2016
Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Dezember
Ein Bericht des Fondsmanagements
"An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1.
Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten." - André Kostolany
Der Berichtsmonat Dezember 2015 war geprägt von zwei wesentlichen Ereignissen. Wie es sich inzwischen leider zum guten Ton entwickelt hat, sind diese Ereignisse entweder politischer Natur oder von Zentralbankinterventionen geprägt. Im Dezember war es wieder mal die EZB, welche in der letzten Ratssitzung des Jahres die Märkte (negativ) bewegte – DAX -3,6% , EuroStoxx -3,75%, EUR/USD +2,91% - und zum anderen war es Frau Yellen, Präsidentin des Federal Reserve Board, welche am 16. Dezember den ersten Zinsschritt seit exakt 7 Jahren vornahm – bzw. die erste Zinserhöhung seit 10 Jahren. Am 16. Dezember 2008 hatte die FED in der verheerendsten Finanzkrise seit den 30er-Jahren die Zinsspanne auf null gesenkt.
Die Zins-Maßnahme preisten die Märkte in den vorherigen Wochen bereits ein und wurden jedoch besonders am 3. Dezember durch ein nicht explizit genanntes Maßnahmenpaket Draghi´s enttäuscht. Man hatte sich konkretere Aussagen erhofft.
Der NORD/LB Horizont verfügt derzeit aus seinen Anlageklassen wie z.B. versicherungsgebundenen Anleihen (die in USD gehandelt werden) über einen Anteil von 30% in USD. Unmittelbar vor der EZB-Sitzung wurde eine gezielte temporäre Absicherung des gesamten USD-Exposures durchgeführt. Die erzielten Gewinne wurden in den folgenden Bankarbeitstagen realisiert.
Die Aktienquote wurde durch gezielte taktische Investments via ETF und konservativ ausgerichtete Short-Put-Strategien signifikant erhöht als der DAX zwischenzeitlich über 11% auf Monatssicht im Minus notierte und die Volatilität auf über 30 in die Höhe schnellte, sodass wir von den anschließend steigenden Aktienmärkten profitieren konnten.
Unsere Goldposition bleibt vollständig abgesichert (Absicherungsgeschäft via Long Put) und liefert über eine Discountstrategie attraktive Renditen in der Seitwärtsphase. Bei den weiteren Rohstoffen stach insbesondere das Öl hervor, welches weitere 18,24% an Wert einbüßte.
Der unlängst implementierte NORD/LB Liquid Alternatives Basket erwies sich weiter als stabilisierender Baustein und stiftete den beabsichtigten Korrelationsnutzen. Ferner behalten wir, wenn auch durch die Implementierung dieser neuen unkorrelierten Anlageklasse deutlich reduziert, unseren aktuellen Bias pro Aktien bei, wohlwissend, dass Kostolanys Satz viel Weitblick enthält und wir auch 2016 unsere Aktien von Zeit zu Zeit absichern werden müssen.
Der NORD/LB Horizont kann sich den Turbulenzen nicht vollständig entziehen und verbucht im Monat Dezember eine Performance von -1,63%.
Wir wünschen Ihnen ein gesundes, glückliches Jahr 2016.
Luxemburg, den 11.01.2016
Michael Feiten, Florian Konz & Ludwig Schnieders
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