„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juli 2016

Verehrte Investoren,

„The maxime of the British people is Business as usual!” (Winston Churchill)

nachdem der Brexit-Crash Ende Juni die Finanzmärkte erschüttert hatte (wir waren wie Sie wissen davon aus guten Gründen nicht betroffen), sind die Märkte überraschend schnell in  sehr ruhige Fahrwasser zurück gekehrt – auch die großen britischen Märkte: „Business as usal“, wie es Churchill seinerzeit formulierte, als er wenige Monate nach Ausbruch des 1. Weltkrieges eben diese Wendung prägte, obwohl - damals natürlich mehr als heute - beide Ereignisse Zäsuren der europäischen Geschichte darstellen. 

So konnten z.B. der deutsche DAX im Berichtsmonat um 6,78 % zulegen, sein amerikanisches Pendant um immerhin noch 1,95 %. Im Gegensatz dazu bildete die Rendite der 10-jährigen deutsche Bundesanleihe – Ausdruck der Zentralbankpolitik wie auch des potenziell deflationären oder eben doch krisenhaften Momentums – ein neues Allzeittief bei minus 0,205 % aus. Dies, gepaart mit einem mittelfristig nach wie vor trendlosen Aktienmarkt, veranlasste uns zu einer etwas defensiveren Positionierung.

So haben wir sukzessive die Stopkurse unseres Aktien-Sicherheitsnetzes  nachgezogen sowie eine Reihe von Optionsgeschäften vorzeitig mit Gewinn abgeschlossen. Darüber hinaus haben wir erstmals seit längerem wieder einen Teil unserer Aktienengagements über den Verkauf von Volatilitäts-Kontrakten abgesichert, die – für den US-Markt – derzeit ein sehr gutes, asymmetrisches Chance-Risiko-Profil aufweisen.

Ferner haben wir nach dem erfolglosen Militär-Putsch in der Türkei sofort unsere Fremdwährung Türkische Lira abgesichert sowie, eine daraus und den inzwischen eingetretenen „Konsequenzen“ sich vergrößernde Verunsicherung von Investoren antizipierend, inzwischen all unsere Positionen in TRY verkauft, auch wenn diese, da von supranationalen Emittenten mit AAA-Rating, kein ernsthaftes Kreditrisiko aufweisen.

Darüber hinaus haben wir die letzte reinrassige Unternehmensanleihe im Portfolio mit sehr schönen Gewinnen verkauft. Denn auch wenn wir kontinuierlich Sorge tragen, die Kostenbelastung für unsere Investoren so niedrig zu halten, insbesondere über Direktanlagen und kostengünstige ETFs, wird dennoch jedes Investment akribisch geprüft und immer wieder kritisch hinterfragt, auch die vermeintlich einfachen Anlagen. So haben wir beim Kursverlauf besagter Anleihe eine zu hohe Abhängigkeit von der Öl-Preis-Entwicklung festgestellt, was uns – nach dem dieser zuletzt wieder unter Abwärtsdruck stand - zu deren vorzeitigem Verkauf veranlasste.

Insgesamt konnten wir den Monat Juli trotz des sehr herausfordernden Rentenmarktes mit einem Plus von 0,19 % abschließen.

Luxemburg, den 01.08.2016

Michael Feiten, Florian Konz & Ludwig Schnieders

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