„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Juni 2015

Diversifizierung 2.0

Bericht des Fondsmanagements

Was tun, wenn Aktien- und Anleihemärkte gleichzeitig korrigieren, so wie es  in den vergangenen Wochen und Monaten insbesondere an den europäischen Märkten geschah?

Der Mini-Crash bei Staatsanleihen - 10jährige Bundesanleihen verloren in der Spitze bis zu 9% - vollzog sich nahezu parallel zur Korrektur an den europäischen Aktienmärkten. Die natürliche Stabilisierung eines Wertpapierportfolios durch die Beimischung von Staatsanleihen funktioniert(e) offenbar nicht (mehr). Auch die internationale Streuung half angesichts schwächerer US-Börse und des Kurseinbruchs am chinesischen Aktienmarkt nur bedingt, allein der japanische Aktienmarkt zeigte sich im Juni weiter stabil. Wie also haben wir in dieser volatilen Phase rund um das Griechenlanddrama agiert?

Aktives Risikomanagement:

Der niedrige Aktienanteil wurde temporär über Stop-loss weiter reduziert und erst zum Monatsende wieder etwas erhöht. Die Absicherung des US-Dollars wurde nach Stabilisierung teilweise wieder aufgelöst.

Antizyklische Elemente:

Der Volatilitätsanstieg auf der Aktienseite bot Gelegenheit zu weiteren kurzlaufenden Discountstrategien auf DAX und EUROSTOXX50, um über die hohen Optionsprämien bei komfortablem Risikopuffer eine attraktive Seitwärtsrendite zu generieren. Zusätzlich wurde zum Monatsende ein DAX-ETF erworben. Der starke Renditeanstieg bei Anleihen wurde zum Ausbau der Positionen in Hochzinswährungen (TRY und BRL) sowie Euro-Nachranganleihen genutzt.

Unkorrelierte (alternative) Assets:

Mikrofinanz und Versicherungsgebundene Anleihen haben sich im Portfolio einmal mehr als echte Diversifikatoren zu Aktien und Renten erwiesen. Die Goldposition lieferte über die rollierende Veroptionierung auch im Juni per saldo einen positiven Performancebeitrag.

Durch die vorgenommenen antizyklischen Investments hat sich die erhöhte Cash-Position aus dem Vormonat bereits sukzessive reduziert. Kurzfristig wird zudem noch ein weiterer Aufbau von Investments im Bereich der unkorrelierten bzw. gering korrelierten Assets über sogenannte Liquid Alternatives angestrebt.

Luxemburg, den 17.07. 2015

Michael Feiten & Ludwig Schnieders

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