„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat November 2016

Verehrte Investoren,
„Ich wünschte, ich hätte den Ring nie bekommen. Ich wünschte, all das wäre nie passiert.“ Frodo

Obwohl er einige Jahre zuvor noch sehr skeptisch zu einer möglichen eigenen Präsidentschaft geäußert hatte, wird Donald Trump der nächste Präsident der USA. Trotz allem. Wegen diesem „trotz allem“ hatten die Finanzmärkte große Sorgen, dass Trump gewählt werden könnte und starteten - zunächst! - entsprechend nervös, nachdem klar war, dass er gewonnen hat. So verlor der japanische Nikkei zwischenzeitlich über 6% an Wert, bevor eine kleine Trumponomics-Rallye startete, weil Trump gewonnen hatte.

Apropos Japan: dort ist die Stimmung speziell von ausländischen Investoren inzwischen sehr schlecht – so wurden Auswertungen von GaveKal folgend dieses Jahr von Ausländern so viele japanische Aktien verkauft, wie zuletzt 1987. Gleichzeitig steigt der dortige Aktien-markt deutlich auf Basis der fallenden Währung.  So konnte der Nikkei im Berichtsmonat um 5,06% zulegen, wovon wir profitierten, wohingegen die Aktienmärkte in den USA (+3%) und Europa (-1%) sich weniger stark veränderten. Das zweite große Thema derzeit heißt: Inflation in Sicht. Entsprechend erwarten gemäß der Fondsmanagerumfrage von Merrill Lynch 85% der Befragten in den nächsten zwölf Monaten steigende Konsumentenpreise.


Währenddessen findet in New York die Schach-WM statt. Beim Schach gibt es ein bemerkenswertes Phänomen, die so genannte Schachblindheit: eine offensichtliche Bedrohung wird übersehen, entweder durch hochgradige Erregung verursacht, oder aber durch Ermüdung des Gehirns.  Meist ist es allerdings so, dass wenn man seinen großen Fehler erkennt, man danach in der Regel „mental auseinander“ fällt, so wie der Inder Viswanathan Anand bei der Schach-WM vor zwei Jahren, als er den Sieg nach heftigem Fehler von Weltmeister Carlsen übersah: "Wenn du ein Geschenk nicht erwartest, siehst du es manchmal auch nicht."

Betrachtet man die gegenwärtig starke Berichterstattung zum Thema Inflation, so stellt sich also die Frage, ob wir nicht einer gewissen „Deflationsblindheit“ erliegen, angesichts von nach wie vor erheblichen Überkapazitäten weltweit, einer hohen Arbeitslosigkeit vor allem in Europa sowie einer rapide fallenden Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, welche die enormen Inflations-Stimuli der Zentralbanken konterkarieren. Eine „Enttäuschung“ könnte dann die Folge sein, so wie einmal mehr beim Gold, das im Berichtsmonat um 6,83% verlor. Wir konnten indes erneut via Optionsgeschäfte gute Seitwärtsrenditen mit Gold generieren.


So wie Frodo, können auch wir uns die Zeiten an den Finanzmärkten nicht aussuchen, aber vielleicht ist die Antwort von Gandalf auf Frodos Aussage hilfreich:  „Das tun alle, die solche Zeiten erleben. Aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. Du musst nur ent-scheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.” Der NORD/LB Horizont Fonds schließt einen weiteren turbulenten Monat mit einem leichten Plus von 0,38% ab.


Luxemburg, den 05.12.2016

Michael Feiten, Florian P. Konz & Ludwig Schnieders

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