„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)
Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2016
- Finanzen
- 07.11.2016
Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat Oktober 2016
Verehrte Investoren,
„Konformität ist der Kerkermeister der Freiheit und der Feind des Wachstums.“ John F. Kennedy
in seiner Antrittsrede als US-Präsident sagte John F. Kennedy seinerzeit, dass „Umgangsformen kein Zeichen von Schwäche sind und dass Aufrichtigkeit sich stets bewähren muss.“ Seien wir gespannt, ob oder welche dieser beiden Maßstäbe auch für den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Barack Obama bindend bleiben. Die Wahlen in den USA stehen jedenfalls unmittelbar bevor und ähnlich wie vor der Brexit-Abstimmung verlassen die Finanzmärkte nur sehr langsam ihren Wohlfühlkonsens, der Hillary Clinton als Siegerin sieht bzw. bevorzugt.
Entsprechend waren die Aktienmärkte per saldo flat, d.h. Europa leicht positiv, die USA hingegen leicht negativ. Wir nutzten den signifikanten Rückgang der Volatilität an den europäischen Aktienmärkten um zwei von insgesamt vier im September implementierten Discountstrategien vorzeitig mit Gewinnen zu schließen. In Erwartung eines Wahlsieges Hillarys konnte der US-Dollar deutlich um 3% zulegen, wovon wir profitierten, da wir unsere Absicherung temporär aufgelöst hatten. Auch unsere zweite strategische Fremdwährung, der Brasilianische Real, konnte im Berichtszeitraum mit 4,67 % erneut deutlich zulegen. Dies haben wir für eine temporäre Absicherung bzw. Reduzierung unseres Exposures mit opulenten Gewinnen genutzt.
Die leicht angezogenen Inflationserwartungen, z.B. in den USA von 1,84% p.a. für die nächsten 10 Jahre auf 2,03 und in Europa von 1,16 auf 1,24, sehen wir noch nicht als Rückkehr der Inflation. Gleichwohl ist der leichte Renditeanstieg, z.B. der 10jährigen Bundesanleihen aus dem negativen Terrain (-0,119) ins zart positive (0,163) – für den Moment – konsequent. Der markante Inflationsindikator, der Goldpreis, bewährte sich allerdings einmal mehr nicht in dieser Situation und fiel um 3,99% - eine ideale Gelegenheit für uns, Gold einmal mehr zu veroptionieren.
Bei einem weiteren Portfoliobaustein an Alternativen Investments, unserem Liquid Alternatives-Basket (den wir aktuell mit 20,02 % gewichtet haben), mussten wir – trotz einer sehr positiven Entwicklung des Basket – bei einem Sub-Investment die Reißleine ziehen, da die Wertentwicklung und der erwartete Korrelationsnutzen sich nicht in erwartetem Maße einstellten. Dies zeigt, dass man Alternative Investments nicht nur extrem hart selektieren, sondern genauso stark überwachen muss.
Ferner haben wir –nach dem rasanten Absturz der letzten Wochen -im Oktober antizyklisch eine erste Tranche in Britischen Pfund aufgebaut (via kurzlaufender Staatsanleihe).
Apropos England: Shakespeare ließ seinen Hamlet einst sagen, dass es nichts gebe, was entweder gut oder schlecht sei. Vielmehr mache das Denken die Dinge zum einen oder zum anderen. Besinnen wir uns also darauf, egal, ob die Kandidatin der Konformität oder der ultimative Non-Konformist die Wahlen am 08. November für sich entscheidet: beide Wahlausgänge bieten Chancen. Wir sind bereit.
Luxemburg, den 07.11.2016
Michael Feiten, Florian P. Konz & Ludwig Schnieders
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