„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat September 2016

Verehrte Investoren,

„Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld.“ Franz Kafka

Der Börsenmonat September entwickelte sich an den globalen Aktienmärkten im Ergebnis leicht negativ. DAX -0,77 %, Euro Stoxx 50 -0,69 %, Dow Jones Industrial Average -0,50 %, Nikkei225 -2,59 %; dieses Ergebnis wird jedoch der Bezeichnung eines ruhigen Börsenmonats nicht gerecht. Bei detaillierterer Betrachtung lässt sich eine deutlich erhöhte Schwankungsintensität feststellen. Die Krise rund um die Deutsche Bank und die damit verbundene massiv kontrovers und spekulativ diskutierte Fragestellung über die Zukunft des einstigen deutschen Finanzprimus sorgte für Unsicherheit in der Bankenlandschaft und an den Finanzmärkten. So hat sich die historische Volatilität der letzten 30 Handelstage im deutschen Leitbarometer um 10,98 % erhöht. Gleichzeitig sind die CDS auf die Deutsche Bank extrem in die Höhe geschossen.

Wir nutzten die signifikanten Tagesschwankungen um die Aktienquote via Discountstrategien auf derzeit 33,05 % auszubauen. Die neu implementierten Strategien weisen Laufzeiten bis März bzw. Juni 2017 auf und ermöglichen attraktive Seitwärtsrenditen von 4-6 % in einem weiterhin trendlosen Marktumfeld.

Das FOMC Komitee beschloss im September keine Zinserhöhung durchzuführen und sorgte für keine Überraschungen an den Finanzmärkten. Die Erwartungshaltung der Markteilnehmer für einen „weiteren“ Zinsschritt konzentriert sich auf die Sitzung am 14. Dezember, welcher derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 59,30 % einpreist wird. Für unser USD-Exposure haben wir die Absicherung vor der Sitzung am 21. September aufgelöst. Das Fed gab in der Sitzung zu erkennen, dass sich die Argumente für eine Zinserhöhung verstärkt hatten und sich weiter in Richtung ihrer Zielvorgabe entwickeln würden. 

Die Norges Bank, die Zentralbank Norwegens, verkündete am 22. September, dass sie den Leitzins bei 0,5 % belassen wird und die Geldpolitik als ausreichend expansiv beurteilt, um die strukturellen Anpassungen in der Wirtschaft weiter zu unterstützen. Die Reaktion an den Finanzmärkten spiegelte sich insbesondere in der Entwicklung des Währungspaares EUR/NOK wieder. Der NORD/LB Horizont Fonds konnte mit der im August aufgebauten Position in Norwegischen Kronen von dieser Entwicklung profitieren. Seit unserem Kauf hat die Währung 2,50 % hinzugewonnen.

Das Aktien-Sicherheitsnetz wurde im Berichtsmonat mehrfach ausgelöst und konnte zur Entwicklung des Fonds einen Performancebeitrag von insgesamt 17 Basispunkten beitragen.

Unser Liquid Alternatives Basket erwies sich in diesem Umfeld wiederholt als Stabilitätsanker und konnte mit einer Performance von +0,34 % erneut positive Impulse für das Gesamtportfolio erzielen. Der Liquid Alternatives Basket ist eine der Positionen, die niemals große Sprünge machen wird – und es auch nicht soll. Es ist für uns ein „Marshmallow-Investment“: Investments, bei denen sich die Geduld, wie bei dem Marshmallow-Test, immer auszahlt. 

Luxemburg, den 06.10.2016

Michael Feiten, Florian P. Konz & Ludwig Schnieders

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