„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

Zurück zur Normalität – Das Comeback der Volatilität an den internationalen Aktienmärkten

Volatilität nutzen. Rendite verstetigen. Marktrisiken reduzieren.

Im Rückblick auf das Kalenderjahr 2017 lässt sich ohne Zweifel konstatieren, dass sich die traditionellen internationalen Aktienmärkte in einem historisch niedrigen Volatilitätsumfeld bewegten und flächendeckend rückläufige implizite Volatilitäten in allen Laufzeitbändern zu beobachten waren. Den Blick auf den US-Markt und die Häufigkeitsverteilung des CBOE Volatility Index (VIX) gerichtet, welcher die erwartete Schwankungsbreite des S&P500 der nächsten 30 Tage ausdrückt und am 13. April sein 25-jähriges Jubiläum markierte, geht das Kalenderjahr 2017 (siehe Abbildung 1, rotes Histogramm) als ein historisches Low-Vola-Jahr in die jüngere Geschichte ein. So lag der Medianwert des VIX in 2017 bei nur 10,85 im Vergleich zum längerfristigen Median von 13,74 seit 2013.

Abbildung 1: Häufigkeitsdiagramm CBOE Volatility Index (VIX) 2017 (rot), seit 31.12.2012 (schwarz) auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg

Die Volatilität ist in 2018 zurück

Im Februar 2018 endete diese Low-Vola-Phase mit dem VIX-Sell-Off an der Chicago Board Options Exchange abrupt: Die Zinsstrukturkurvenverschiebung in den USA und geopolitische Unruhen wie auch die von den USA initiierten Handelsstreitigkeiten (Strafzölle) führten zu einer Umkehr an der Volatilitätsfront. Vergleicht man die Verteilung des VIX in 2018 (siehe Abbildung 2, blau) mit den vergangenen Jahren (schwarz) sowie insbesondere mit dem Jahr 2017 (rot), so hebt sich das aktuelle Kalenderjahr mit signifikant erhöhten impliziten Volatilitäten stark ab. Diese werden aus den am Markt gehandelten Optionsprämien über Optionsbewertungsmodelle (z.B. Black&Scholes-Modell) ermittelt und sind nicht direkt beobachtbar. Die Optionen bzw. Optionsprämien verteuerten sich und preisten die erhöhten Unsicherheiten für die künftige Entwicklung des US-Aktienmarktes ein. Dies eröffnet wieder attraktive Prämien für Stillhalterstrategien, z.B auf den S&P500.

Abbildung 2: WDF CBOE Volatility Index (VIX) seit 31.12.2012 (schwarz), 2017 (rot), bis 15/05/2018 (blau), auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg

Nordlux Strategie (LU0725384472) – eine defensive Total-Return-Volatilitätsstrategie

Die wesentliche Ertragsquelle des Fonds stellt die Prämienstrategie dar, bei der Zeitwerte durch Stillhaltergeschäfte auf Aktien- und Aktienindizes vereinnahmt werden.

Im ersten Quartal 2018 wurde das erhöhte Optionsprämienumfeld an den internationalen Aktienmärkten wiederholt zum Auf- und Ausbau des Fondsprämienvolumens genutzt. Die „Risk-Off“-Zeitpunkte - Fat-Tails der Häufigkeitsverteilung - (siehe auch Abbildung 2) stellten dabei Opportunitäten für das Eingehen neuer Substrategien dar. So stieg das zu vereinnahmende Optionsprämienvolumen des Fonds am Ende des Monats März insgesamt auf 7,05%, diversifiziert über Laufzeiten von 1 bis maximal 12 Monate. Die Verflachung der Volatilitätskurve (Mean-Reversion) in den letzten Wochen wirkte sich positiv auf die Bewertungen der einzelnen Substrategien des Fonds aus, sodass bereits erste Prämien vorzeitig realisiert werden konnten und der Schwerpunkt kurzfristig stärker auf asymmetrischen (risikobegrenzenden) Strategien liegt.

Keine Währungsrisken im Sicherheitenportfolio

Das Sicherheitenportfolio des Fonds wird in ausschließlich EUR denominierten Staats- und Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten investiert.

Mit dem Ziel, auch in Seitwärtsphasen des Marktes eine positive Rendite zu erwirtschaften, richtet sich der Nordlux Strategie an risikobewusste Anleger, die ihr Vermögen langfristig mehren möchten. Gemäß der defensiven Ausrichtung des Fonds werden ausschließlich börsengelistete Aktien- und Aktienindex-Optionen gehandelt und die Marktrisiken durch ein systematisches Sicherheitsnetz zur Ertragsstabilisierung begrenzt. Seit der Strategieadjustierung am 11.02.2016 realisierte der Strategiefonds für seine Anleger eine Netto-Wertentwicklung von 21,30%, dies entspricht einer annualisierten Rendite von 8,93%.

Abbildung 3: Netto-Wertentwicklung des Nordlux Strategie seit dem 11.02.2016, auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, Bloomberg

Zum Autor

Florian P. Konz (Portfolio Manager) ist seit 2015 Mitglied des Nordlux- Fondsmanagements. Der Wirtschaftsmathematiker (Bachelor of Science) verantwortet das Quantitative Risikomanagement und Financial Modeling der Nordlux und absolviert derzeit das Chartered Financial Analyst® (CFA) Programm.

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