„Wer sein Vermögen schützen will, glaubt gar nichts, sondern rechnet mit allem.“
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

„Geld gleicht dem Dünger, der fast wertlos ist, 
wenn man ihn nicht ausbreitet.“ Sir Francis Bacon (1561-1626)

„Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen,
so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ G. B. Shaw (1856 - 1950)

„Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer,
und am Schluss explodiert die Wanne.“ André Kostolany (1906-99)

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2016

Wie wir denken - was wir tun: ein Rückblick auf den Monat August 2016

Verehrte Investoren,

„Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.” (Immanuel Kant)

Am 19. März 2000 (!) wurde erstmals die Folge „Bart to the Future“ der „Simpsons“ ausgestrahlt, in der in einem wüsten Zukunftsszenario Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten war und das Land zugrunde gerichtet hatte. Wenige Wochen zuvor hatten letztmalig die drei großen Aktienindizes (Dow Jones, S&P500 sowie Nasdaq) allesamt ein Allzeithoch erreicht. Dies ereignete sich im August dieses Jahres erstmals wieder – und Donald Trump ist wenige Wochen zuvor zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt worden. Aus einer seinerzeit lustigen Phantasie könnte also politische Realität werden.

Die Aktienmärkte sind (dennoch) zuversichtlich. Nur: warum? Das Wirtschaftswachstum in den USA liegt seit der Finanzkrise vor inzwischen acht Jahren nach wie vor weit unter seinem historischen Durchschnitt von 5 – 7%. Das Haupthindernis liegt vor allem in der mangelnden Investitionsbereitschaft von Unternehmen. Stattdessen werden liquide Mittel in Aktienrückkaufe „investiert“, wohlgemerkt, obwohl die Unternehmensgewinne seit einigen Quartalen rückläufig sind. 

Trotzdem erscheinen Aktien nach wie vor als eine Alternative – je nach Zeithorizont und insbesondere in relativer Betrachtung. „666 – the number of the…“ Es ist nicht die Nummer des „beast“, sondern die Anzahl der Zinssenkungen, die es seit dem Lehman-Kollaps weltweit gab, wie unlängst JP Morgan zusammenzählte. Die Lage bleibt schwierig. 

Auf der einen Seite die Aktienmärkte: sie signalisieren eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Auf der anderen Seite: die Rentenmärkte, die ein starkes Deflationsbild zeichnen. Wer hat Recht, zumal beide Anlageklassen gleichermaßen durch die Notenbankpolitiken „manipuliert“ sind? 

Bis auf weiteres gilt es, der Hamster-Taktik treu zu bleiben, da in den großen Finanzmärkten keine signifikanten Bewegungen zu erwarten sind. Dementsprechend nutzen wir verstärkt Gelegenheiten im Zinssegment. Auf der einen Seite, via Gewinnmitnahme bei AAA-Anleihen in ZAR, auf der anderen Seite beim Aufbau von neuen Positionen in NOK-Anleihen. Ähnlich schwankungsarm wie zuletzt die Aktien- und Rentenmärkte sind seit langem auch die großen Währungspaare, z.B. auch das für unseren Fonds sehr relevante Währungspaar EUR/USD, von dem wir trotz der Phantasie einer Zinserhöhung in den USA, die noch lange keine Zinswende ist, die Hälfte abgesichert haben. Das heißt: wir sind neutral positioniert.

Bereits im November wird ein neuer US-Präsident gewählt, bevor nächstes Jahr die großen Wahlen in Frankreich und Deutschland anstehen, die zumindest für Frankreich schwerwiegende Veränderungen andeuten. Anders als das geflügelte Börsenwort, dass politische Börsen kurze Beine hätten, werden die Märkte seit langem von Politik geleitet – von Politikern wie von Zentralbankern. In diesem schwer kalkulierbaren Umfeld bleibt maximalmögliche Diversifikation Trumpf. 

Luxemburg, den 01.09.2016

Michael Feiten, Florian Konz & Ludwig Schnieders

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